Aufregung um angeblich gecancelten "ZiB"-Beit...
 

Aufregung um angeblich gecancelten "ZiB"-Beitrag

"Presse": Vorbereiteter Beitrag über Inseratenvorwürfe gegen Faymann ging nie auf Sendung - Redakteurssprecher und Chefredakteur weisen Darstellung zurück

Ein angeblich gekippter Beitrag für die "Zeit im Bild" hat am Mittwoch für Aufregung gesorgt. Laut "Presse" (Donnerstagausgabe) soll in der "ZiB"-Redaktion ein vorbereiteter 50-Sekunden-Clip über Vorwürfe gegen Bundeskanzler Werner Faymann in der Inseratenaffäre durch eine Moderation ersetzt worden sein. Sowohl Chefredakteur Fritz Dittlbacher als auch Redakteurssprecher Dieter Bornemann wiesen die Darstellung gegenüber der APA allerdings zurück.

"Profil" hatte an jenem Samstag, dem 24. September, in einer Vorabmeldung neue Vorwürfe gegen Faymann aus seiner Zeit als Infrastrukturminister gebracht. Sowohl ORF-Radio als auch die "ZiB" um 19.30 Uhr berichteten. Dort wurde das Thema mit einer 30-sekündigen Moderation abgehandelt, ein Beitrag wurde nicht gesendet. Allerdings sei auch keiner vorgesehen gewesen, sagte Bornemann. Man habe lediglich in der Morgenplanung einen Beitrag geplant und diesen im Lauf des Tages zu einer Moderation umgewandelt, was ein gewöhnlicher Vorgang sei.

Der Grund laut Bornemann: "Es hat keinen Beleg zum Abfilmen und keine Bestätigung gegeben. Daraufhin hat der Chef vom Dienst entschieden, eine Moderation zu machen." Dass zu dem Thema Geschichten verschleppt worden seien, lasse man sich nicht vorwerfen: "Wir haben in der Inseratenaffäre generell ausführlich in allen 'ZiB'-Sendungen berichtet bis zum Interview mit Medienstaatssekretär Josef Ostermayer in der 'ZiB2'."

Üblicherweise seien Moderationen zu einem Thema nur zehn Sekunden lang, wie im ORF zu hören war. Ein "langer" Beitrag in der "ZiB" dauere auch nur 1:10 Minuten. Dittlbacher betonte, dass die Art und Weise, wie über die Vorwürfe berichtet wurde, in der Redaktion entschieden worden sei, "wie es sich gehört". Zurufe der Kanzlerpartei habe es an seine Adresse nicht gegeben: "Es gab keinen Kontakt der SPÖ mit mir", sagte er.

(APA)
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