Auffallen im Netz
 

Auffallen im Netz

Wie man im Netz nicht in der Masse untergeht und in welchem Maß Suchmaschinenoptimierung den Bekanntheitsgrad verbessert, diskutierte eine Expertenrunde am ersten Tag der Österreichischen Medientage 2008.

"Wie mache ich mich im Netz wichtig?" lautete das spannende Thema zur Diskussionsrunde am ersten Tag der diesjährigen Österreichischen Medientage. Unter der Moderation von Hannes Jagerhofer (Acts) waren der PR-Blogger Klaus Eck, die websingles.at-Gründerin Claudia Gutjahr, der Spezialist für Suchmaschinenoptimierung Mac Müller, Christopher Sima von Goldbach Media sowie Dr. Karl Pall von Google Austria am Podium anzutreffen.

Claudia Gutjahr, die vor sieben Jahren gemeinsam mit ihrem damaligen Freund die heute erfolgreiche Kontaktseite websingles.at gründete, weiß um die Problematik ohne Budget und Kontakte in der Branche, ein Unternehmen auf die Beine zu stellen: "Erst nach drei Jahren übernahm AdLink die Vermarktung unserer Seite", so Gutjahr. Zum "Leben" im World-Wide-Web meint sie: "Wir bauen uns im Netz eine zweite Identität auf. Ich stelle durch ein Tagebuch in Form eines Blogs ein nahes Verhältnis zu den Usern her.

Der selbsternannte Kontexter und Informatiker Mac Müller bietet Suchmaschinenmarketing an: "Heute ist das jedoch zu einem eher problematischen Begriff geworden", so Müller.

Dr. Karl Pall wies im Rahmen des Gesprächs auf so genannte "Blickverlaufsstudien" hin, die besagen, dass kaum ein User die Google-Suchergebnisse auf der zweiten Seite beachtet - 80 Prozent klicken laut dem Google-Österreich-Chef auf die ersten drei Suchergebnisse.

Christopher Sima sieht in Google eine Chance für Unternehmen, die ergebnisbezogene Werbung schalten, "nicht jedoch für diejenigen, die erst bekannt werden wollen." Für die Firmen, deren Bekanntheitsgrad erst gesteigert werden muss, rät der Experte: "Weg von den Klickraten und hin zum Branding." Dies könne man nur dadurch erreichen, indem man seine Zielgruppe - beispielsweise durch das genauer Beobachten der ÖWA plus - genau kenne.

Der PR-Blogger Klaus Eck sieht den Vorteil von Blogs darin, dass mit relevanten Inhalten auch ohne Werbung das Interesse der User geweckt wird. Zudem verteilen sich die gesetzten Links im Netz weiter, "was bei den Usern ein gewisses Vetrauen hervorruft", so Eck, "Firmen sollten ihr Budget besser in Blogs investieren als in aufwendige Presseaussendungen", so der Fachmann. Der digitale Ruf müsse einfach stimmen, meint Eck abschließend.
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