ATV: Wie viele Jobs fallen weg?
 

ATV: Wie viele Jobs fallen weg?

ATV / Lisa Maria Trauer
Thomas Gruber, Geschäftsführer ATV
Thomas Gruber, Geschäftsführer ATV

Der Sozialplan für Mitarbeiter werde gut angenommen, konkrete Zahlen zu Kündigungen gibt es noch nicht.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 1-2/2018 erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Nach dem Kauf von ATV durch ProSiebenSat1 Puls 4 ist weiterhin offen, wie viele Jobs die Übernahme nun konkret kosten wird. Die ersten Meldungen nach dem Kauf hatten von 70 Mitarbeitern gesprochen, die gehen müssten, später wurde die Zahl in Medienberichten auf 40 reduziert. Sendergruppen-Chef Markus Breitenecker meinte im April, dass so viele ATV-Mitarbeiter wie möglich innerhalb der Sendergruppe übernommen werden sollten. Der TV-Konzern hatte schon zum Zeitpunkt des Kaufes von ATV monatelang keine Stellen nachbesetzt, um diese bevorzugt ATV-Mitarbeitern anzubieten.

17 offene Stellen an ATV-Mitarbeiter
Seit Ende Mai gibt es einen Sozialplan, wie ATV-Geschäftsführer Thomas Gruber dem HORIZONT bestätigte. Diese „Überbrückungshilfe“ werde „gut angenommen“. Im Oktober wurden die bedrohten Jobs jedenfalls dem Betriebsrat zur Kündigung angemeldet. Einige der in Frage stehenden Jobs konnten innerhalb der Sendergruppe aufgefangen werden. „17 offene Stellen von ProSiebenSat.1 Puls4 konnten bisher mit ATV-Mitarbeitern besetzt werden“, sagt Gruber. Genaueres wollte der ATV-Geschäftsführer aber nicht bekannt geben. „Wir bitten daher um Verständnis, dass wir momentan noch keine Zahlen über tatsächliche Kündigungen sagen können“, meint er und verweist auf auf einen „notwendigen Restrukturierungsprozess“, in dem man sich befinde.

Zuwächse bei den Quoten
Bei den Quoten freute sich ATV zuletzt über Zuwächse. Der Teletest wies für den Privatsender 3,7 Prozent in der Zielgruppe 12 bis 49 aus. Mit 2,6 Prozent schaffte der Sender ein kleines Plus (0,1) zum Vergleichsjahr. Hinter der neuen Schwester Puls4 ist ATV damit zweitstärkster österreichischer Privatsender. Besonders der Klassiker „Bauer sucht Frau“ und die Reality-Casting-Show „Austria’s Next Topmodel“ erwiesen sich ATV-Angaben zufolge als Quotenbringer.

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