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ATV verlangt Ergänzung der VÖP "Agenda 2014" um Must-Carry-Forderung

Publikum müsse österreichische Sender auf allen Plattformen empfangen können

Nicht ganz glücklich mit der vergangene Woche präsentierten "Agenda 2014" (HORIZONT online berichtete) des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP) ist ATV. Sender-Chef Martin Gastinger bezeichnete es in einer Aussendung als "äußerst schmerzlich", dass der Forderungskatalog das Thema Must Carry nicht beinhaltet. "Bei dieser Forderung muss uns der VÖP unterstützen", daher erwarte er sich eine "umgehende Ergänzung".

"Wir produzieren täglich österreichisches Programm auf höchstem Niveau und erwarten uns hier von der Politik auch entsprechende Unterstützung. Diese muss der VÖP aber als Interessensvertretung auch klar einfordern", argumentierte Gastinger weiter. Dem Publikum müsse auf allen Plattformen die Möglichkeit geboten werden, "gerade jene österreichischen Sender empfangen zu können, die echtes österreichisches Programm produzieren". Die Sender sollten auch auf den vorderen Programmplätzen ohne großen Aufwand zu finden sein.

In jüngster Zeit gab es vermehrt Verstimmungen zwischen ATV und dem VÖP, weshalb ATV-Eigentümer Herbert Kloiber auch bereits mit einem möglichen Austritt aus dem Verband drohte. Gastinger wiederum bezeichnete den VÖP als "Bühne für die deutschen Privatsender, die hier Etikettenschwindel betreiben". Jedenfalls auf einer Linie befindet man sich bezüglich der Forderung nach Erhöhung der Privatrundfunkförderung auf 30 Mio. Euro. Das sei "uns auch ein immens wichtiges Thema", so der ATV-Chef.

(APA/red)
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