ATV-Verkauf: Jetzt ist die KommAustria am Zug
 

ATV-Verkauf: Jetzt ist die KommAustria am Zug

Nachdem die BWB ihr "Okay" für den ATV-Verkauf gegeben hat, fehlt noch das "Go" der KommAustria.

Obwohl die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ihre Einwilligung für den Verkauf von ATV an ProSiebenSat.1 PULS 4 bereits in der Vorwoche erteilt hat, könnte es noch mindestens zwei Monate dauern, bis alles unter Dach und Fach ist. Grund dafür: Die Medienbehörde KommAustria muss die neuen Eigentumsverhältnisse, die sich durch den Verkauf von ATV an ProSiebenSat.1 PULS 4 ergeben, erst absegnen.

Eigentumsverhältnisse prüfen

Die offizielle Mitteilung zu den neuen Eigentumsverhältnissen hat ATV bereits bei der KommAustria eingereicht. Nun hat die Medienbehörde zu prüfen, ob die neuen Eigentumsverhältnisse mit den gesetzlichen vorgeschriebenen Bestimmungen vereinbar sind. Konkret: ob der neue Eigentümer die finanziellen, fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für einen Kauf erfüllt. Die gesetzlichen Richtlinien sehen dafür eine Frist von acht Wochen vor - allerdings sei dies nur ein Richtwert, weil es in solchen Verfahren naturgemäß zu Verzögerungen kommen kann, informiert ein Sprecher der Medienbehörde auf HORIZONT-Anfrage.

Bei ProSiebenSat.1 PULS 4 möchte man sich "erst nach Closing" weiter äußern. Allerdings hat der ATV-Käufer in der Vorwoche in einer knappen Stellungnahme auf die Entscheidung der BWB reagiert: "Die heutige Freigabe der zuständigen Behörden stellt einen wichtigen nächsten Schritt für den Abschluss der Transaktion dar", hieß es in einer Aussendung.

Verhandlungen zu Sozialplan

Last, but not least: Die medial kolportierten Verhandlungen eines Sozialplanes für die Mitarbeiter werden von ATV und auch dessen Betriebsrat Christian Moser zurückgewiesen, intern sei dazu noch nichts bekannt.
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