ATV: "ORF betreibt plumpe Verzögerungstaktik"
 

ATV: "ORF betreibt plumpe Verzögerungstaktik"

Im Senderstreit wirft ATV-Chef Tillmann Fuchs dem ORF Verzögerungstaktik vor und fordert die Ausgliederung der ORF-Sendetechnik.

Von "Blockadetaktik des ORF" im Streit um die Nutzung der Sendeanlagen ist seitens ATV die Rede. ATV-Geschäftsführer Tillmann Fuchs forderte die "sofortige Ausgliederung der ORF-Sendetechnik an ein unabhängiges Unternehmen, das einen diskriminierungsfreien Zugang aller Rundfunkbetreiber einschließlich des ORF zu den Sendern zu gewährleisten habe". Fuchs spricht von "plumper Verzögerungstaktik" und meint, die Einschaltung externer Rechtsanwälte seitens des ORF sei ein "Armutszeugnis für den ORF".



Fuchs: "Wir haben dem ORF vor einer Woche einen beiderseitigen Rechtsmittelverzicht gegen den Bescheid der KommAustria über die Bedingungen der Sendernutzung durch ATV angeboten. Vergangenen Freitag erklärte der ORF via Rechtsanwalt, es sei bislang nicht möglich gewesen, den Bescheid der KommAustria ausreichend zu analysieren. Diese Erklärung des Defacto-Monopolisten mit fast 3.000 Mitarbeitern, unzähligen Juristen und einer eigenen Rechtsabteilung, die sich noch dazu der Mitwirkung extern beigezogener Rechtsanwälte bedient, ist ein Armutszeugnis für den ORF, noch dazu, wo der Bescheid im wesentlichen aus einem von Alexander Wrabetz bereits vor Wochen paraphierten Vertrag besteht." Vor diesem Hintergrund seien die Überlegungen von RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl, die Sendetechnik des ORF auszugliedern, uneingeschränkt zu begrüßen, meint Fuchs.

(as)

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