ATV muss sich weiter gedulden
 

ATV muss sich weiter gedulden

Der Konflikt zwischen ORF und ATV um die ORF-Sendeanlagen könnte sich weiter verzögern, sollten die Streitparteien bei den Höchstgerichten Beschwerde einlegen.

Seit Monaten streiten ORF und ATV um die Miete der ORF-Sendeanlagen, nun hat der Bundeskommunikationssenat Sendemiete und Frist für die Bereitstellung festgesetzt: 2,15 Millionen Euro soll ATV jährlich für die Nutzung der insgesamt 18 ORF-Sendeanlagen berappen, von 1. bis 31. Mai 2003 muss der Küniglberg die von ATV gewünschten Sender zur Verfügung stellen. Zwar erhalten die Bedingungen für die Anmietung der ORF-Anlagen durch ATV ob des Senatsentscheids nun Rechtskraft. Doch sind damit lange nicht alle Berufungsmöglichkeiten ausgereizt. Dass der Starttermin für österreichweites terrestrisches Privatfernsehen trotz Senatsentscheidung in weite Ferne rückt, glaubt zumindest der Leiter der Medienbehörde KommAustria, Dr. Hans-Peter Lehofer. Innert sechs Wochen können die beiden Streitparteien bei den Höchstgerichten gegen den Bescheid Beschwerde einlegen. "Um Jahre" könne sich nationales Privat-TV durch solch ein Beschwerdeverfahren verzögern. Denn von Seiten des ORF sei ein Antrag auf aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu erwarten, meint Lehofer. Soll heißen: Auch im Mai 2003 kann ATV nicht mit einer Bereitstellung der ORF-Sender rechnen.

ATV-intern glaubt man aber immer noch an einen Sendestart im Frühsommer 2003. Die Pressestelle des TV-Senders wird dennoch eingespart: ATV-Pressesprecherin Birgit Kleinlercher ist nur noch bis Ende November im Unternehmen, die Kündigung von insgesamt sieben Mitarbeitern bestritt ATV-Chef Tillmann Fuchs gegenüber der APA.

Lesen Sie mehr in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 40/2002!

(jed)

stats