ATV auf der Suche nach dem Unerklärlichen
 

ATV auf der Suche nach dem Unerklärlichen

Im Senderstreit zwischen ORF und ATV hält letzterer die Reaktion ersteren für "unerklärlich".

Nach einer Erklärung seitens ATV zur Mitbenutzung der ORF-Sender sowie einer entsprechenden Antwort des ORF spricht ATV-Geschäftsführer Tillmann Fuchs davon, dass seitens des ORF die "Blockade-Absicht immer offensichtlicher" werde. Als "absolut unerklärlich" bezeichnete Fuchs die jüngste Feststellung des ORF, wonach von einer Verzögerung von Seiten des ORF "keine Rede sein" könne. "Der vom ORF selbst paraphierte und nunmehr nachträglich beanstandete Vertrag zwischen ORF und ATV, wäre am 25. Juni rechtskräftig geworden", so Fuchs. Bis dahin hätte der ORF Zeit gehabt, diesen auch durch seinen Stiftungsrat zu bringen. Die Behörde, von ATV unabhängig von den Verhandlungen mit dem ORF bereits im Februar angerufen, hatte ihre Entscheidung über die Nutzung der ORF-Sendeanlagen, in starker Anlehnung an den paraphierten Vertrag, am 4. Juli getroffen – laut Fuchs: "exakt sechs Werktage nach der ursprünglich geplanten Entscheidung".



Nun stelle sich die Fragen, so Fuchs, "inwieweit kann ein im paraphierten Vertrag vorgelegter Zeitplan, der, wie ich annehme, von den ORF-Technikern exakt ausgerechnet wurde, nicht einmal eine Woche später plötzlich ,technisch undurchführbar’ sein? Und weshalb hat der ORF die von der KommAustria eingeräumte Nachfrist nicht beansprucht?" Die Absicht des ORF, das Verfahren hinauszuzögern um damit den terrestrischen Sendestart von ATV so lange wie möglich zu blockieren, werde damit immer offensichtlicher, betont der ATV-Geschäftsführer.

(as)


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