Arte erweitert Nachmittagsprogramm
 

Arte erweitert Nachmittagsprogramm

Der europäische Kulturkanal Arte sendet um fünf Stunden mehr Programm – mit dem ORF wird auch 2003 kooperiert.

Um fünf Stunden mehr Programm bietet seit kurzem der europäische Kulturkanal Arte: Ab 14 Uhr ist nun der Sender, der bisher erst ab Abend zugeschaltet war, zu sehen. Einen "wesentlichen Wettbewerbsnachteil" stellte die bisherige Beschränkung der Sendezeit dar, erklärt Arte-Programmdirektor Victor Rocaries. Mit dem neuen Arte-Nachmittagsprogramm könne man sich nun auch verstärkt einer jüngeren, weiblichen Zielgruppe öffnen.

Seiner kulturellen Verpflichtung Europa gegenüber will Arte vor allem durch Kooperationen mit großen Öffentlich-Rechtlichen nachkommen. Insgesamt 3,5 Millionen Euro betrage ein Sonderbudget, das ausschließlich für europäische Gemeinschaftsproduktionen reserviert sei, so Rocaries. Mit dem ORF komme man im Jahr gar auf eine gemeinsame Produktionsleistung von etwa einer Million Euro, rechnet ORF-Programmplaner Wolfgang Lorenz vor. Unter den heurigen Koproduktionen: ein Themenabend "Orthodoxie" sowie der dritte Teil der österreichischen Krimireihe "Polt". Für ORF-Programmdirektor Reinhard Scolik stellt der Kooperationsvertrag eine gute Möglichkeit dar, "österreichische Kultur europaweit zu propagieren".

75 Prozent aller österreichischen Kabel- und Satellitenhaushalte können das Arte-Programm empfangen. Der durchschnittliche Marktanteil des Kultursenders betrug 2002 0,6 Prozent – im Schnitt sahen 165.000 Österreicher zwischen 19 Uhr und drei Uhr Früh mindestens einmal das Arte-Programm.

(jed)

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