Arte baut auf Schulen
 

Arte baut auf Schulen

Arte
In Frankreich läuft das Programm bereits seit dem heurigen Schuljahr mit einigem Erfolg - und Zusatzeinkünften für den europäischen Kultursender.
In Frankreich läuft das Programm bereits seit dem heurigen Schuljahr mit einigem Erfolg - und Zusatzeinkünften für den europäischen Kultursender.

Der europäische Kultursender Arte entwickelt mit Angeboten für Schulen ein zweites Standbein. Nach erfolgreichen Anfängen in Frankreich wird nun ein Angebot für Deutschland aufgebaut. Als Basis dient der Content des Senders, allerdings mit aufwändigen interaktiven Zusatzfeatures.

Ab dem Schuljahr 2018/2019 will Arte mit seinem Angebot Educ'ARTE Teil der deutschsprachigen Schullandschaft sein. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Online-Videothek mit über 1.000 Titeln, die sich zur Vermittlung von Unterrichtsstoff eignen - etwa die Mythologieserie "Göttlich!", die Magazine "Durchgecheckt" und "Mit offenen Karten", und Dokumentationen wie "Democracy". Für den Einsatz als Unterrichtsmaterial wurden diese allerdings mit zusätzlichen Möglichkeiten der Nutzbarkeit ausgestattet. 

Auf Educ'ARTE können Nutzende etwa auch neue Zusammenschnitte des Materials erstellen, Texte neu einsprechen, Grafiken, Textbausteine und Ratespiele einfügen, und auf Untertitel oder Texttranskriptionen zurückgreifen. Die Videos stehen in Deutsch, Französisch und teils Englisch zur Verfügung und können unter allen Mitgliedern der Plattform geteilt werden. Damit, so der Sender, würden nicht nur "neue Medien schülergerecht zum Einsatz gebracht", sondern auch "Medienkompetenz vermittelt".

Bildungseinrichtungen sollen Lizenzen lösen

Bereitgestellt wird das Material als Subscription-Video-On-Demand. Die Lizenzen müssen Schulträger und Bildungseinrichtungen erwerben. Der Sender verweist darauf, dass in Frankreich - wo das Angebot nach der Testphase im Jahr 2016/2017 schon in diesem Schuljahr startete - etwa die gesamte Region Nouvelle-Aquitaine eine Lizenz für all ihre weiterführenden Schulen erwarb.

In der deutschsprachigen Variante ist das Angebot - mit EU-Unterstützung - eng mit den deutschen Bildungsplänen verknüpft und mit entsprechenden Indizierungen versehen worden. Ebenso wurde eine Partnerschaft mit dem Ernst-Klett-Schulbuchverlag eingegangen. Grundsätzlich geändert wurde hingegen der Zugang zu den Portalen: War er anfangs nur dem Lehrpersonal vorbehalten, hofft Arte nun auf die Schüler als treibende Kraft und hat das Portal mit allen interaktiven Funktionen auch für sie geöffnet.

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