Ari Rath-Preis für Silvana Meixner und Helmut...
 

Ari Rath-Preis für Silvana Meixner und Helmut Brandstätter

ORF/Thomas Ramstorfer
Ari Rath-Preisträgerin Silvana Meixner wurde vor 25 Jahren durch eine Briefbombe schwer verletzt.
Ari Rath-Preisträgerin Silvana Meixner wurde vor 25 Jahren durch eine Briefbombe schwer verletzt.

Die ORF-Journalistin und der Kurier-Herausgeber erhalten die Auszeichnung für kritischen Journalismus.

"Sie hat im ORF ein Team erstklassig arbeitender Journalistinnen und Journalisten aufgebaut, die inzwischen weit über die Stammredaktion von Heimat Fremde Heimat hinausstrahlt", so die Begründung der Jury für den "Ari Rath-Preis für kritischen Journalismus" an Silvana Meixner. Meixner präsentiert und leitet die Sendung „Heimat Fremde Heimat“ der ORF-Minderheitenredaktion. Thema: ethnische Minderheiten in Österreich. Die Journalistin ist seit 30 Jahren für den ORF tätig. Von Beginn an war sie am Aufbau der dortigen Minderheitsredaktion beteiligt. Das journalistische Engagement für geflüchtete Menschen, ethnische Minderheiten und Menschenrechte begleiten Meixner das ganze Berufsleben lang. 

Der Ari Rath-Ehrenpreis geht an den Herausgeber und ehemaligen Chefredakteur der Tageszeitung Kurier Helmut Brandstätter. Brandstätter habe in seiner Karriere "immer wieder konsequent bewiesen, dass die liberale Demokratie durch offene und professionelle journalistische Analyse in Bewegung gehalten und gegen Missbrauch geschützt werden muss". Die Jury sieht ihn als einen der wenig verbliebenen Medienmacher, die "auch in scheinbar orientierungslosen und hoch emotionalisierten Zeiten, mit populistisch- bis extremistischen Diskussionen über Flucht, Migration und Terror, Prinzipien wie journalistische Qualität und offene Intervention zu Gunsten einer funktionierenden demokratischen Kultur hochhalten."

Auszeichnung für Demokratie und Menschenrechte

Die Verleihung des Preises findet rund um den internationalen Tag der Pressefreiheit kommenden Mai im Radio Kulturhaus statt. Mit dem Ari Rath-Preis werden Journalisten ausgezeichnet, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl verdient gemacht haben. Der Name des Preises geht auf den   ehemaligen, im Jänner 2017 verstorbenen Chefredakteur der Jerusalem Post zurück. 

Der Publizist Ari Rath war im Alter von 13 Jahren nach der nationalsozialistischen Machtübernahme mit Gewalt vertrieben worden. In Palästina und später im Staat Israel hat er eine neue Heimat gefunden. In den letzten Jahren lebte Ari Rath Großteils in Wien und wirkte als kritischer Mahner für eine demokratische und friedliche Zusammenarbeit der Menschen. Als Zeitzeuge des nationalsozialistischen Terrors plädierte er immer wieder für die absolute Ablehnung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.




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