Arbeit von ermordetem Journalisten Jan Kuciak...
 

Arbeit von ermordetem Journalisten Jan Kuciak wird fortgesetzt

dpa
08.03.2018, Berlin: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, spricht bei der Bilanzpressekonferenz von Axel Springer, im Hintergrund der Schriftzug "#All For Jan" zur Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter. Foto: Britta Pedersen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
08.03.2018, Berlin: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, spricht bei der Bilanzpressekonferenz von Axel Springer, im Hintergrund der Schriftzug "#All For Jan" zur Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter. Foto: Britta Pedersen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

"Wir werden alles tun, um mit investigativer Recherche beizutragen in den Dschungel aus organisierter Kriminalität Licht zu bringen", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner.

Ein Team von Axel-Springer-Journalisten soll die Arbeit ihres ermordeten slowakischen Enthüllungs-Kollegen Jan Kuciak fortsetzen. "Wir werden alles tun, um mit investigativer Recherche beizutragen in den Dschungel aus organisierter Kriminalität Licht zu bringen", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner am Donnerstag in Berlin.

Es gebe zwar noch keine eindeutigen Erkenntnisse der Ermittler. Aber es liege nahe, dass Kuciak "aufgrund seiner kritischen, investigativen Recherche von organisiertem Verbrechen und mafiöser Verstrickungen ermordet worden ist". Es wäre eine "ganz schreckliche Nachricht, dass ein Journalist, nur, weil er kritische, unliebsame Fakten veröffentlicht, mit seinem Leben büßen muss."

Der 27-jährige Kuciak war Ende Februar gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin erschossen aufgefunden worden. Er hatte über Straftaten von Geschäftsleuten berichtet, von denen manche Verbindungen zu Politikern hatten. Der Slowake war seit 2015 Redakteur des Newsportals Aktuality.sk, das zu Ringier Axel Springer Slovakia gehört. "Wir sollten auch das als Weckruf nehmen, wie wichtig es ist, mit unser kritischen, investigativen journalistischen Arbeit fortzufahren und uns von niemandem einschüchtern zu lassen", sagte Döpfner.

Am Donnerstag war auch eine EU-Delegation in der Slowakei eingetroffen, die die Hintergründe von Kuciaks Ermordung beleuchten soll. Die Delegation traf auch bereits mit Staatspräsident Andrej Kiska zusammen.

stats