Apple im Visier von Kartellrechtlern
 

Apple im Visier von Kartellrechtlern

Apple's Online-Musikladen iTunes ist im Visier der US-Wettbewerbshüter.

Apples Musikgeschäft ist laut einem Medienbericht der "New York Times" ins Visier US-amerikanischer Wettbewerbshüter geraten. Das Justizministerium in Washington untersuche, ob Apple mit dem Online-Laden iTunes seine beherrschende Position im Markt für Musik-Downloads ausnutzt. Die kartellrechtliche Überprüfung sei aber noch in einer frühen Phase. Geprüft werde, ob Apple versucht hat, dem Rivalen Amazon die exklusive Vermarktung von Musik zu verwehren, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Das mit dem Buchverkauf bekannt gewordene Online-Kaufhaus Amazon wollte neue Songs einen Tag vor deren offiziellem Verkaufsstart zum Herunterladen anbieten. Im Gegenzug versprach es den Musiklabels eine spezielle Werbestrategie. Laut dem Musikmagazin "Billboard" haben Vertreter von Apple die Musikindustrie aufgefordert, dieses Angebot abzulehnen. Label, die dem nicht nachkamen, seien damit bestraft worden, dass es für ihre Songs keine Marketingunterstützung auf iTunes gegeben habe.

In den USA gehen 69 Prozent aller Musik-Downloads über iTunes. Amazon ist mit gerade acht Prozent Marktanteil die Nummer zwei. Apple brachte 2001 die Multimedia-Software iTunes heraus, die standardmäßig auf praktisch allen Geräte des Unternehmens installiert ist - darunter die Multimedia-Player iPod und das Handy iPhone. 2003 öffnete es den Online-Laden iTunes Store. Seither hat Apple mehr als zehn Milliarden Songs verkauft.

(Quelle: APA/dpa)
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