APA: Aus Nachrichtenagentur wird News-Tech-Ag...
 

APA: Aus Nachrichtenagentur wird News-Tech-Agentur

Johannes Brunnbauer
Geschäftsführerin Karin Thiller spricht auf den 25. Medientagen über die Leistungserweiterungen der APA entlang neuer Anforderungen.
Geschäftsführerin Karin Thiller spricht auf den 25. Medientagen über die Leistungserweiterungen der APA entlang neuer Anforderungen.

Unter dem Namen "Sharing Economy" erfährt das genossenschaftliche Modell in der Digitalisierung eine Renaissance. APA-Geschäftsführerin Karin Thiller sprach auf den Medientagen über medienübergreifende Plattformen, redaktionelle Innovationen und IT-White-Label-Lösungen.

Im Zeitalter von Airbnb und Car2go wird heutzutage auch innerhalb der österreichischen Medienindustrie geteilt. Als im 19. Jahrhundert die ersten Genossenschaften aufkamen, war der Gedanke dahinter derselbe wie heute: Unabhängigkeit und Kostenersparnis. Obwohl der Medienwandel nicht spurlos an der APA vorbei zieht, sieht sich das B2B-Unternehmen nicht unmittelbar von der Entwicklung betroffen, so Karin Thiller.

Im Jahr 2018 ist das IT-Team der Nachrichtenagentur mit 150 Mitarbeitern gleich groß wie die Redaktion. Neue Formate, Distributions- und Monetarisierungskanäle sowie Geschäftsmodelle – durch die laufende Neuinterpretation des genossenschaftlichen Modells, möchte die APA den modernen Anforderungen des Marktes gerecht werden und die angebotenen Leistungen erweitern.

Doch was "sharet" die österreichische Nachrichten- und Presseagentur? Das APA-Medialab screent technologische Trends, entwickelt innerhalb von fünf Tagen einen Prototypen und "erkennt frühzeitig, ob Lösungswege funktionieren oder nicht", erklärt die Geschäftsführerin. Dieser Prozess wird in Idee, Umsetzung, Launch sowie Lernen segmentiert.

Mit der Mobile-Publishing-Suite, der Austria Videoplattform sowie dem Austria-Kiosk und MediaKey entstehen daraus Schulterschlüsse des österreichischen Medienmarktes. Die APA-Smart-Services bieten darüberhinaus diverse Tools für Journalisten. Zudem unterstützt man heimische Medien bei der Konzeptionierung von Monetarisierungsmöglichkeiten.  

[Peter Saxer]

stats