Anziehende Werbekonjunktur rettet Quartalsbil...
 

Anziehende Werbekonjunktur rettet Quartalsbilanz

Axel Springer kommt mit einem blauen Auge durch die Werbekrise.

Der Medienkonzern hat für das 3. Quartal trotz schwacher Konjunktur bessere Zahlen vorgelegt als von Analysten erwartet. So steigerte der Konzern das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent auf 102,2 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz ging um 3 Prozent auf 631,4 Millionen Euro zurück.
 
Dass das Minus im Krisenjahr 2009 noch vergleichsweise gering ausfällt, wird mit "relativ stabilen Vertriebserlösen" begründet. Zudem habe sich der Rückgang bei den Werbeerlösen zuletzt abgeschwächt, teilt Springer mit.
 
Etwas schlechter fällt der Vorjahresvergleich noch bei der Neunmonatsbilanz aus. In der Zeit von Januar bis September 2009 erwirtschaftete Axel Springer einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro - 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Vertriebserlöse gingen von 912 Millionen Euro auf 884 Millionen Euro zurück. Ein dickes Umsatzplus im Digitalgeschäft um 16,8 Prozent auf mehr als 300 Millionen Euro trug dazu bei, dass sich der Einbruch bei den Werbeerlösen in Grenzen hielt. Unter dem Strich erwirtschaftete Springer in den ersten 3 Quartalen Werbeerlöse in Höhe von 795 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 11,4 Prozent.
 
„Axel Springer hat sich in einem äußerst schwierigen Markt deutlich besser geschlagen als erwartet. Unsere inländischen Zeitungen und Zeitschriften haben im dritten Quartal ihre Margen auf hohem Niveau gehalten oder sogar verbessert, im internationalen Printgeschäft blieben wir dank schneller Kostenanpassungen profitabel", sagt Vorstandschef Mathias Döpfner.
 
Der Manager will die solide finanzielle Position auch für antizyklische Investitionen nutzen. "Allein im vierten Quartal werden wir zusätzlich 20 Millionen Euro für intensive Marketingprogramme vor allem für BILD und WELT aufwenden", erklärt Döpfner, der im kommenden Jahr von der erhofften Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen "überdurchschnittlich profitieren“ will. (Quelle: Horizont.net)
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