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Amnesty prangert gezielte Tötung von Journalisten in Syrien an

Tag der Pressefreiheit: Menschenrechtsorganisation zählt mindestens 36 absichtliche Morde

Amnesty International hat zum Welttag der Pressefreiheit (3. Mai) die offenbar gezielte Tötung dutzender Journalisten im Bürgerkriegsland Syrien angeprangert. "Sowohl die syrischen Regierungstruppen als auch die bewaffnete Opposition sind für Gewalttaten gegen Journalisten verantwortlich", erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag. Sie verwies auf einen internen Bericht, demzufolge seit Beginn des Konflikts 2011 mindestens 36 Journalisten vermutlich bewusst umgebracht wurden.

"Angriffe auf Zivilisten, und dazu gehören Journalisten, sind Kriegsverbrechen", mahnte die Syrien-Expertin von Amnesty International, Ruth Jüttner. Sie forderte die Einschaltung des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH/ICC) durch den zuständigen UNO-Sicherheitsrat.

Die Berichterstattung über den syrischen Bürgerkrieg vom Ort des Geschehens ist zu einem der gefährlichsten Berufe der Welt geworden. Dabei sind die Reporter nicht nur den Gefahren der Kämpfe ausgesetzt, sondern werden zunehmend auch Opfer von Verschleppungen oder Lösegelderpressungen - von Seiten der Staatsführung in Damaskus sowie durch Rebellen und Extremisten. Allein sieben Journalisten gelten nach wie vor als vermisst, darunter der US-Reporter James Foley, der monatelang Videomaterial an die Nachrichtenagentur AFP geliefert hat.

(APA/AFP)
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