Alte Liebe rostet nicht
 

Alte Liebe rostet nicht

Das Interesse des Axel Springer Konzerns an der ProSiebenSat.1 AG hält an.

Vor zwei Jahren hat das Kartellamt die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch den Axel Springer Konzern untersagt. Springer klagte, morgen fällt das Oberlandesgericht Düsseldorf das Urteil. Branchenkenner munkeln, dass Springer Chef Mathias Döpfner noch immer Interesse an der Sendergruppe haben könnte. Wobei der Verlag nicht zwangsweise mit einem "Nein" von der Wettbewerbsbehörde zu rechnen hat. Der Grund ist die aktuelle Schieflage der ProSiebenSat.1 AG. Dem Kartellamt dürfte kaum an der Insolvenz des Konzerns gelegen sein - immerhin beschäftigt er über 6.000 Mitarbeiter. Außerdem würde die Luxemburger RTL-Group damit flugs zum Privat-Monopolisten aufsteigen.
Die Kriegskassen von Axel Springer sind voll, das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen. ProSiebenSat.1 dümpelt auf einem Allzeittief dahin. Und: Die Nachfolge von ProSiebenSat.1-Vorstandsvorsitenden Guillaume de Posch ist nach wie vor noch nicht geklärt. Zum 31. Dezember wird er seinen Hut nehmen.
stats