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Alpbach: Medienprominenz in den Tiroler Bergen

Die "Grenzen des Medienwachstums" werden seit gestern, Donnerstag, im Rahmen der heurigen Alpbacher Mediengespräche erläutert.


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Die "Grenzen des Medienwachstums" werden seit gestern, Donnerstag, im

Rahmen der heurigen Alpbacher Mediengespräche erläutert.

Die "Fusionitis" im Medienbereich, Zusammenschlüsse von Medienhäusern

zu globaleren Einheiten, sei angesichts der schlechten Konjunkturlage

zurückgegangen, so die einhellige Meinung der Vortragenden. Aber: Die

Behauptung, die Grenze des Wachstums durch Zukauf sei erreicht, "ist

meines Erachtens voreilig", stellte der frühere Kirch-Manager Jan Mojto

in seiner Eröffnungsrede klar. Leergelaufen habe sich lediglich das an

dem simplen "schneller, größer, globaler" orientierte

Wachstum. "Medienwachstum wird sich in Zukunft wieder mehr aus den

Inhalten nähren" - und so legitimieren, ist der nunmehrige Inhaber der

Produktionsgesellschaft Eos überzeugt.



Dass sich im TV-Bereich "weniger als zwanzig Medienmogule" globalen

Medieneinfluss teilen, gab Medienstaatssekretär Franz Morak einleitend

zu bedenken. Und betonte erneut die Notwendigkeit eines

verfassungsrechtlich unabhängigen Medienregulators. "Medienwachstum nur

in Grenzen des sozial Verträglichen" fordert denn auch der Präsident

der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Wolf-Dieter Ring.

Medienhäuser müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und "Abstand

halten vom bloßen Gewinnstreben".



Mit einer Diskussion über die Instrumentalisierbarkeit von Medien ging

schließlich der erste Tag des "Mediengipfels" in den Tiroler Bergen zu

Ende.

(jed)

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