Alfred-Worm-Preis 2010
 

Alfred-Worm-Preis 2010

Die Preisträger Florian Klenk ("Falter") und Christian Granbacher ("Echo Salzburg") wurden bei den Österreichischen Medientagen geehrt.

Im Rahmen der Österreichischen Medientage wurde heute der Alfred-Worm-Preis für investigativen Journalismus an Florian Klenk vergeben. Der "Falter"-Redakteur erhielt die Auszeichnung für seine Enthüllungs-Story „Weisung aus dem Sack“. Stadtrat Christian Oxonitsch wiederholte in seiner Laudatio die Begründung der Jury: „Die Geschichte über die dem "Falter" in Papiersäcken überreichten Dokumente aus dem Justizministerium wurde zu DER innenpolitischen Geschichte des letzten Jahres. Florian Klenk hat die Justiz nachhaltig beschäftigt und sensibilisiert.“

Klenk wies in seiner Dankesrede darauf hin, dass es für investigativen Journalismus nicht nur Einzelkämpfer bedürfe: „Man muss Ressourcen bieten, damit wir investigativen Journalismus betreiben können. Es braucht Geld, Chefredakteure mit Rückgrat, Politiker, die nicht sofort Druck ausüben, wenn ihnen jemand zu nahe tritt.“

Der Sonderpreis für die beste Dokumentation ging an Christian Granbacher vom Magazin "Echo" in Salzburg. Der Rechercheaufwand und sein Durchhaltevermögen bei der Artikel-Serie über Salzburger Burschenschaften und ihren problematischen Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg waren der Jury den Preis wert. Granbacher selbst betonte, dass er zwar für einen kleinen Verlag arbeite, dieser aber qualitativ gute Arbeit leiste – immerhin habe im vergangenen Jahr seine Kollegin Alexandra Keller ("Echo Tirol") denselben Preis entgegennehmen dürfen.

Lisa Mang
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