Alexander Wrabetz will ORF-Reformen rasch ums...
 

Alexander Wrabetz will ORF-Reformen rasch umsetzten

Bis 10. April will der neue ORF-Generaldirektor die erste von drei Phasen der rund zehn Millionen Euro teuren Programmreform umgesetzt sehen.

Der seit 1. Jänner in Amt und Würden befindliche, neue ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz drängt – wie er bei seiner Antrittspressekonferenz im ORF-Zentrum in Wien betonte – auf eine rasche Umsetzung seiner Reformvorhaben. Bis 10. April will Wrabetz die erste von drei Phasen seiner angekündigten rund zehn Millionen Euro teuren Programmreform umgesetzt sehen.

Neue Strukturen gibt es bereits in der Fernseh-Information, die in die zwei Abteilungen "Aktuelle Information" und "Magazine" aufgegliedert wurde. Ab 10. April soll die neue Information auch auf dem Bildschirm sichtbar werden: Geplant ist demnach eine Österreich-Informationssendung um 17.05 Uhr auf ORF 2, auf ORF 1 eine zusätzliche Informationssendung für den Fall der Beendigung der "Zeit im Bild 1"-Durchschaltung sowie eine eigene Infotainmentsendung. Die "ZiB 3" soll künftig ebenfalls auf ORF 1 zu sehen sein, wodurch die "Zeit im Bild 2" flexibler auf aktuelle Ereignisse reagieren kann - etwa mit Sondersendungen oder "Runden Tischen".


Die neue österreichische Daily-Soap mit dem Arbeitstitel "Mitten im Achten" soll ebenfalls bereits ab April im Vorabendprogramm von ORF 1 laufen.

Den "öffentlich-rechtlichen Mehrwert" will der neue ORF-Generaldirektor in Summe steigern. Einmal monatlich soll ein Bürgerforum stattfinden. Anspruchsvolle Programme wie "Am Schauplatz" oder "kreuz&quer" sollen einen prominenteren Sendeplatz bekommen. Die Reportage-Reihe wandert in den zweiten Hauptabend, die Religionsleiste soll künftig gleich im Anschluss an die "ZiB 2" gesendet werden. Eine eigene Leiste will Wrabetz außerdem dem europäischen Film widmen. Den versprochenen "Mehrwert" will Wrabetz übrigens nach dem Vorbild der BBC mittels eines "Public Value"-Tests eruieren, der ab Jänner 2008 implementiert werden soll.

Alle Programmvorhaben, wie auch das Ende der "ZiB"-Durchschaltung, sollen am 20. Jänner bei einer Klausur des Stiftungsrates diskutiert und am 22. Februar im Rahmen einer Stiftungsratssitzung beschlossen werden. Ebenfalls am 20. Jänner will Wrabetz dem obersten Aufsichtsgremium einen Bericht zum Thema Sanierung des ORF-Zentrums beziehungsweise Umzug vorlegen, der "in einen Beschluss münden wird".

(max)

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