Aktuelle Studie: Medium färbt auf Werbung ab
 

Aktuelle Studie: Medium färbt auf Werbung ab

Teads

Fake-News-Debatten helfen Qualitätsmedien. Werbung profitiert davon, zeigt eine internationale Umfrage.

Dieses Interview ist zuerst in Ausgabe Nr. 21/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Wie gut können sich Leser von Online-Medien an gezeigte Werbung eigentlich erinnern? Dieser Frage ging der Videowerbung-Marktplatz Teads in der Studie „In News We Trust“ nach und förderte dabei interessante Ergebnisse zutage. Nicht nur, dass sich 75 Prozent der Internetnutzer weltweit zu aktuellen Nachrichten – Stichwort Fake News – bewusst auf hochwertigen Quellen informieren. Auch die Erinnerung an Anzeigen hängt von der Qualität des Umfeldes ab: Jeder dritte User (37 Prozent) lässt sich davon positiv beeinflussen.

Hochwertige Werbeumfelder

Über 16.000 User wurden von Teads befragt, 2.000 davon aus Deutschland. News-Anbieter wie T-Online, Tagesspiegel, Flipboard, Trinity Mirror, Libération, El País und ABC sehen sich durch die Ergebnisse bestätigt. Sie wollen ihren Lesern hochwertige, vertrauenswürdige Nachrichteninhalte anbieten und somit hochwertige Werbeumfelder schaffen, die jedoch nicht immer von Werbekunden entsprechend geschätzt werden.

Dass Nachrichten weiterhin eine große Rolle spielen, unterstrich die Studie, denn die Mehrheit der deutschen Befragten informiert sich einbis fünfmal pro Tag: Fernsehsendungen (80 Prozent) und Online-Medien (70 Prozent) sind dafür die bevorzugten Kanäle. Am häufigsten wird dabei das TV-Gerät (76 Prozent) genützt, der PC oder Laptop zu 62 Prozent. Nur jeder dritte Deutsche nutzt hingegen das Smartphone (34 Prozent), um auf dem neuesten Stand zu bleiben, das Tablet jeder Vierte (23 Prozent).

Und: Die Konsumenten beachten neben den Nachrichten auch die Werbung. 42 Prozent der Befragten bemerken die Werbung, die sie im Fernsehen sehen immer, wohingegen 25 Prozent die Werbung im Printbereich und 27 Prozent bei Online- Nachrichtenpublikationen wahrnehmen. Noch deutlicher wird es, wenn man fragt, welchen Medien bei Werbeinhalten eher vertraut wird: 30 Prozent geben TV an, nur elf Prozent Soziale Medien (siehe Grafik).

Misstrauen gegenüber Social Media

Das Misstrauen gegenüber sozialen Medien wird besonders deutlich, wenn man die Begriffe betrachtet, die laut den Befragten in Deutschland im direkten Zusammenhang mit einem Kanal stehen. Social Media wird für 40 Prozent mit dem Begriff Fake News verknüpft, für 31 Prozent mit Einflussreichtum und für 25 Prozent mit Sensationsgetriebenheit. Im Vergleich dazu werden Online-Kanäle mit Wissen (35 Prozent), Genauigkeit (24 Prozent) und Einflussreichtum (21 Prozent) in Zusammenhang gebracht.

Den traditionellen Medien TV, Radio und Print wird – mit vier von zehn Befragten in Deutschland – am meisten vertraut. 31 Prozent der Befragten vertrauen auch Online-Medien. Social-Media-Kanäle liegen mit nur 24 Prozent wesentlich weiter hinten. Unter den 16- bis 24-Jährigen vertrauen 38 Prozent den Online-Medien und 26 Prozent den sozialen Netzwerken. Fragt man konkret, welchem Medium die meisten Deutschen misstrauen, liegen Social Media mit 29 Prozent klar vorn. Bei den anderen Medien liegt der Anteil der misstrauischen User nur zwischen zwölf und 18 Prozent.

Relevante Zielgruppen erreichen

„Wir verstehen den Wert von vertrauenswürdigen Inhalten und wissen aus eigener Erfahrung, dass Werbekunden bei Qualitätsmedien am besten die hoch involvierten, relevanten Zielgruppen erreichen“, sagt Christian Griesbach, Executive Vice President Publisher Management EMEA bei Teads. „Im aktuellen geopolitischen Klima vermeiden Markenunternehmen vielleicht, im Nachrichtenumfeld zu erscheinen. Unsere Untersuchung zeigt deutlich, dass dies ein Fehler wäre.“

[Michael Fiala]

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