AKM-Jahresergebnis : Fast zehn Prozent wenige...
 
AKM-Jahresergebnis

Fast zehn Prozent weniger Erlöse für Musiknutzung

Screenshot AKM

Die Nachwirkungen der Pandemie sind im Jahresergebnis 2021 der AKM - das 9,7 Prozent weniger Erlöse für Musiknutzung sowie einen Einbruch in der Verteilungssumme bestätigt - stark spürbar.

Das Jahr 2021 war geprägt von mehreren Lockdowns und genereller Planungsunsicherheit. Diese Konstellation führte zu einem erneuten Rückgang der inländischen Lizenzerlöse um 7,6 Prozent auf 73,5 Millionen Euro. Aufgrund behördlicher Schließungsmaßnahmen brach der Bereich der Live-Aufführungen um 33 Prozent auf 5,8 Millionen Euro ein, jener der mechanischen Wiedergabe von Musik um 25 Prozent (15,3 Millionen Euro). Bei den Auslandserlösen zeigt die Pandemie ihre Auswirkungen mit einem Minus von 23,6 Prozent.

Online-Nutzung als Trostpflaster

Eine positive Entwicklung gibt es bei der vermehrten Online-Nutzung von Musik zu vermelden, die zu einer Steigerung dieser Ertragssparte um 20 Prozent auf 9,9 Millionen Euro führte. Insgesamt wurden 75,3 Millionen Euro an die Bezugsberechtigten der AKM ausbezahlt, das sind um 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr und um 35 Prozent weniger als noch im Jahr 2019. Die AKM hat zahlreiche Maßnahmen gesetzt um die Aufwände zu reduzieren.

"Dank unserer konsequenten Sparpolitik konnten wir einen attraktiven Spesensatz von 13,72 Prozent erzielen, der im internationalen Umfeld ein sehr guter Wert ist", führt Generaldirektor Gernot Graninger aus und betont: "Trotz aller Kostensenkungen haben wir den hohen Servicelevel für unsere Mitglieder aufrechterhalten". Für das Jahr 2022 wird eine deutliche Verbesserung erwartet, auch wenn die Zahlen noch weit unter dem Niveau von 2019 liegen werden. "Die österreichischen Musikschaffenden haben in diesem Jahr wieder eine Perspektive, außer der ORF macht seine Drohung, die Sendeentgelte um 30 Prozent zu kürzen, wahr. Das wäre eine neuerliche Katastrophe", fasst AKM-Präsident Peter Vieweger die aktuelle Situation zusammen.
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