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AK Wien: Strengere Regeln für Infodienstanbieter

Verbraucher bräuchten mehr Schutz gegen 090xx-Gewinnspiele, irreführende Rückrufaufraufe und Internet-Dialer.

"Die Methoden werden immer dreister", ärgert sich Konsumentenschützerin Daniela Zimmer von der Arbeiterkammer Wien und meint dabei die unzähligen 090xx-Gewinnspiele, irreführende Rückrufaufrufe und den Missbrauch bei Internet-Dialern. Diese Methoden, möglichst einfach Geld zu verdienen, haben eines gemeinsam: Am Ende steht ein Konsument mit einer Telekom-Rechnung dessen Höhe er sich eigentlich nicht wirklich erklären kann.

Die AK fordert deshalb, dass in Österreich - dem deutschen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung des Missbrauchs von Infodienstnummern folgend - Regeln für Infodienstanbieter ins neue Telekommunikationsgesetz (TKG) kommen. So sollen etwa spätestens nach einer Stunde Telefonbetreiber den Anruf zu Infodiensten automatisch trennen. Der Einsatz von Dialer-Programmen soll nur nach Genehmigung des Telekomregulators zulässig sein.

Das deutsche Ministerium für Wirtschaft und Arbeit hat kürzlich einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung des Missbrauchs von Infodienstnummern vorgelegt. Unseriöse Anbieter sollen aus der Anonymität geholt werden, vom ständigen Wechsel ihrer Rufnummern bzw ihres Aufenthaltsortes abgehalten und nötigenfalls auch der Geldhahn durch Rufnummernentzug zugedreht werden.

(rs)

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