AK gewinnt Musterprozess gegen Bodywell
 

AK gewinnt Musterprozess gegen Bodywell

Die Arbeiterkammer behält in einem Musterprozess um ein "Gewinnspiel" gegen Bodywell die Oberhand.

"Sie haben gewonnen" – dieser Werbe-Schmäh, in zahlreichen Serienbriefen versandt, dürfte künftig kaum noch ziehen. Das Oberlandesgericht Innsbruck hat jetzt ein Urteil des Landesgerichts Feldkirch bestätigt, wonach das Vorarlberger Unternehmen Bodywell einen so angekündigten Gewinn von 200.000 Schilling in voller Höhe auszahlen muss. Die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer hatte aufgrund eines Briefes, der einen "persönlichen Gewinn" ankündigte, einen Musterprozess gegen Bodywell angestrengt. Die Gewinnankündigung "war irreführend und erweckte den Eindruck, den Gewinn sicher in der Tasche zu haben", heißt es in dem Urteil.



Werbebriefe mit derartigen Gewinnversprechen landen auch regelmässig beim Österreichischen Werberat. Irreführende Gewinnzusagen sind außerdem seit dem 1. Oktober 1999 klagbar, was zahlreiche Unternehmen, die mit derartigen Briefen arbeiteten, veranlasste, ihre Werbestrategie zu ändern. Ungeklärt ist die Rechtslage allerdings bei Unternehmen, die vom Ausland aus mit derartigen Gewinnversprechen arbeiten. (as)

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