64. Song Contest: ORF spränge nur bei Kostenü...
 

64. Song Contest: ORF spränge nur bei Kostenübernahme ein

APA / Hans Punz

Derzeit "keine Gespräche" über diese Option, heißt es vom Küniglberg. Streit mittlerweile beigelegt.

In Israel tobt derzeit ein Konflikt zwischen der Regierung und dem Fernsehsender Kan über die Kosten für den Eurovision Song Contests 2019. So hat Kan der Regierung ein heute, Dienstag, endendes Ultimatum gestellt. Sollte Israel im Fall der Fälle auf die Ausrichtung des 64. ESC verzichten, müsste also ein anderes Land einspringen - und da wird auch immer wieder Österreich genannt. Beim ORF zeigt man sich auf APA-Anfrage allerdings zurückhaltend. "Es gibt keine Gespräche dazu", stellt man am Küniglberg klar. Sollte sich die Frage irgendwann tatsächlich stellen, wäre für den Sender allenfalls eine Kosten-Übernahmegarantie durch Israel oder die Europäische Rundfunkunion (EBU) Voraussetzung für Gespräche - was man selbst für eher unwahrscheinlich hält.

Indes beschied ESC-Fachmann Irving Wolther im Gespräch mit der dpa, dass im Fall des Scheiterns einer ESC-Austragung in Israel nur wenige Länder als Alternative infrage kämen - darunter Deutschland, Schweden oder eben Österreich dank der rezenten Erfahrungen in der Abhaltung des Megaevents. Dass ein Gewinnerland aus Kostengründen auf die Abhaltung des ESC verzichtet, wäre in der Geschichte des Bewerbs kein Novum. So verzichtete beispielsweise Monaco nach seinem Sieg auf den ESC 1972 und Großbritannien sprang ein.

Update (17 Uhr): Streit beigelegt

Der Finanzstreit um die Austragung des Eurovision Song Contest 2019 in Israel ist nach Angaben des für die Übertragung zuständigen Fernsehsenders Kan vorerst beendet. Kan werde fristgerecht umgerechnet rund zwölf Millionen Euro als Sicherheit bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) hinterlegen, teilte eine Sendersprecherin am Dienstag mit, an dem die Frist enden sollte.

stats