64. Berlinale mit ORF-Rekordbeteiligung
 

64. Berlinale mit ORF-Rekordbeteiligung

Zehn Filme, davon zwei im Wettbewerb um den Goldenen Bären - Berichterstattung in ORF und 3sat

Am Mittwoch, dem 6. Februar 2014, beginnen die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin - und der ORF ist heuer mit einer Rekordanzahl von Produktionen in der deutschen Bundeshauptstadt vertreten. Insgesamt zehn Filme, die mit finanzieller Beteiligung des ORF - vorwiegend über das Film/Fernseh-Abkommen, aber auch als Koproduktionen mit Programmgeld - entstanden sind, laufen im Rahmen der Berlinale, die bis 16. Februar angesetzt ist.

Zwei der Filme - Sudabeh Mortezais Coming-of-Age-Story "Macondo" über Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung sowie Dominik Grafs Historiendrama "Die geliebten Schwestern" über die Ménage-à-trois zwischen dem Dichter Friedrich Schiller und den Schwestern Caroline von Beulwitz und der von ihm geehelichten Charlotte von Lengefeld - sind sogar unter den insgesamt 20 Teilnehmern im Wettbewerb um den Goldenen Bären dabei.

Weitere vom ORF kofinanzierte Spielfilme sind Andreas Prochaskas Alpenwestern "Das finstere Tal" (im Berlinale Special) und Umut Dags Schilderung einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung "Risse im Beton" (im Panorama Special). Die bei der Berlinale 2014 laufenden sechs Dokumentarfilme mit ORF-Beteiligung sind: Hubert Saupers kürzlich beim Sundance Festival preisgekrönter Streifen "We Come as Friends" über moderne Formen der Kolonialisierung, das 3D-Filmprojekt "Kathedralen der Kultur", das in sechs von namhaften Regisseuren wie Wim Wenders, Robert Redford und Michael Glawogger in Szene gesetzten Episoden die Seele von Architekturikonen erschließt - beide Dokus laufen im Berlinale Special -, weiters in der Schiene Forum "Das große Museum" von Johannes Holzhausen über das Kunsthistorische Museum Wien sowie Sebastian Brameshubers "Und in der Mitte, da sind wir", eine filmische Auseinandersetzung mit den jugendlichen Störaktionen der KZ-Gedenkfeierlichkeiten in Ebensee im Jahr 2009.

In "Panorama Dokumente" läuft der bereits vielerorts erwartete Dokumentarfilm "Der Anständige" von Vanessa Lapa, der auf dem erst kürzlich veröffentlichten schriftlichen Himmler-Nachlass basiert. Der ORF hat für diese Koproduktion die weltweiten Erstausstrahlungerechte. Last but not least: Der vom ORF ebenfalls kofinanzierte Dokumentarfilm "Everyday Rebellion" der Brüder Arash und Arman Riahi - eine Art Sammelporträt mutiger Menschen, die weltweit gewaltfreien politischen Widerstand leisten - ist für den Documentary Award beim "Cinema for Peace"-Projekt im Rahmen der Berlinale nominiert.

400 internationale Filme

Mehr als 400 internationale Filme sind auf der diesjährigen Berlinale präsent. Eröffnet wird das Festival heuer mit Wes Andersons "The Grand Budapest Hotel". Mitglied der Jury unter dem Vorsitz von "Brokeback Mountain"-Produzent James Schamus ist Oscar-Preisträger Christoph Waltz. Der Goldene Ehrenbär 2014 für das Lebenswerk wird dem britischen Regisseur Ken Loach verliehen, dem auch eine Hommage gewidmet ist.

Die Berlinale 2014 im ORF:

Der ORF berichtet in TV, Radio und Internet umfassend über die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin: Allein die aktuelle TV-Kultur gestaltet ab dem Eröffnungstag zumindest zwölf Beiträge für die "Zeit im Bild"-Ausgaben, ebenso Berichte für "heute mittag". Der "Kulturmontag" bringt am 10. Februar eine Schwerpunktsendung zur Berlinale, am 17. Februar präsentiert das ORF-Kulturmagazin die Doku "Nestflüchtlinge - Ösis in Berlin" von Burgl Czeitschner, die in der "matinee" am Sonntag, dem 23. Februar als Service-Wiederholung läuft. Am Sonntag, dem 16. Februar, steht die ebenfalls von der ORF-TV-Kultur gestaltete Sendung "Die Bären sind los - Preisverleihung und Höhepunkte der 64. Berlinale" auf dem Programm. Anschließend präsentiert der "dok.film" die kanadische Doku "Metropole des Lasters: Berlin", die in das freizügige Berlin der frühen Zwischenkriegszeit führt.

(red)
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