637.000 sahen ORF-"Sommergespräch"
 

637.000 sahen ORF-"Sommergespräch"

#

BZÖ-Obmann Josef Bucher möchte Kärntner Landeshauptmann werden - Reichweitenstärkster Auftakt seit 20 Jahren

Bis zu 637.000 Zuseher ließen sich das gestrige ORF-"Sommergespräch" am Montag, dem 13. August 2012, von Armin Wolf mit BZÖ-Obmann Josef Bucher nicht entgehen. Im Schnitt waren 615.000 bei einem Marktanteil von 25 Prozent (15 Prozent in der Zielgruppe 12-49 Jahre) via ORF 2 mit dabei. Das bedeutet den reichweitenstärksten Auftakt der Gesprächsreihe seit dem Jahr 1993.

Bucher möchte Landeshauptmann in Kärnten werden

Im Rahmen der Sendung ließ Bucher wissen: "Ich werde in Kärnten Spitzenkandidat des BZÖ, und ich möchte Landeshauptmann in Kärnten werden." Für den Fall, dass er Kärntner Landeshauptmann werde, bliebe er in Kärnten. Gelänge hingegen nur der Einzug in den Landtag, würde er "den politischen Weg in Österreich weitergehen", und das im Parlament. Eine mögliche Koalition in Kärnten mit der FPK könne sich der BZÖ-Obmann "mit Personen wie Dörfler, Dobernig, dem System Scheuch offen gesagt nicht vorstellen".

"Jörg Haider war in seiner Schaffensperiode für mich ein Vorbild"

Befragt über Jörg Haider, der ihn, Bucher, im Jahr 2002 in die Politik geholt hat, und über die jüngsten Erkenntnisse rund um die Hypo Alpe Adria hielt Josef Bucher an seinem "politischen Vorbild" fest: "Jörg Haider war in seiner Schaffensperiode für mich ein Vorbild und da gibt es nichts, was mir gegenwärtig irgendwie diese Sicht eintrüben könnte." Jedenfalls halte es Bucher "für fahrlässig, dass man Kärnten auch von Wien gesteuert in ein so schlechtes Licht rückt. Ich versteh das nicht vom Herrn Strache, sich bei Jörg Haider abzuputzen. Ja, es gibt viele Umstände, mit denen wir zu kämpfen haben, die Kärntner Seele blutet. Aber die Kärntner haben so viel Selbstreinigungskraft."

Angesprochen auf seinen ehemaligen Weggefährten Karl-Heinz Grasser zeigte sich Bucher "besorgt und bestürzt darüber, was da alles passiert ist. Wenn ich gewusst hätte, dass es solche Umstände überhaupt gibt, hätte ich überlegt, meine Karrierezeit anders zu gestalten."

Keine Angst über mögliche Stimmenverluste in Richtung Stronach-Partei

Zur bevorstehenden Parteigründung von Frank Stronach meinte Josef Bucher, der immer wieder mit den politischen Avancen des Milliardärs in Zusammenhang gebracht wurde: "Herr Stronach hat eine sehr beeindruckende Vergangenheit, und wir haben eine hoffnungsvolle Zukunft. Ich schätze das Lebenswerk des Frank Stronach, er ist heute 80 Jahre alt, und wir werden mit jugendlicher Frische eine andere Politik machen." Angst über mögliche Stimmenverluste in Richtung Stronach-Partei hat Bucher keine: "Wir werden wieder in den Nationalrat einziehen, das sagen alle Umfragen, ob Stronach kandidiert oder nicht. Das BZÖ lässt sich nicht kaufen, und ich bleibe der BZÖ-Familie treu als Spitzenkandidat der nächsten Nationalratswahl." Einen Widerspruch mit seiner Kandidatur als Kärntner Landeshauptmann wollte der BZÖ-Chef darin nicht erkennen.

"Ehrlichkeit und Anständigkeit" nannte Josef Bucher im "Sommergespräch" mit Armin Wolf seine wichtigsten Charaktereigenschaften, Traumberuf sei "Regierungspolitik zu machen in Österreich und Landeshauptmann von Kärnten zu sein".

Nächstes "Sommergespräch" mit Eva Glawischnig

Die "Sommergespräche" sind über die ORF-TVthek als Live-Stream abrufbar, außerdem werden sie vom 13. August bis Mitte September im Rahmen eines ORF-TVthek-Themenschwerpunkts als Video-on-Demand bereitgestellt. Das nächste "Sommergespräch" führt Armin Wolf am 20. August um 21.05 Uhr in ORF 2 mit Grünen-Chefin Eva Glawischnig.

(ORF/red)
stats