5G Broadcast : Die Zukunft des Rundfunks im 5...
 

5G Broadcast : Die Zukunft des Rundfunks im 5G Zeitalter

alpha_z / Florian Hack
Symposium zum Thema 5G Broadcast. Außenminister Alexander Schallenberg
Symposium zum Thema 5G Broadcast. Außenminister Alexander Schallenberg

Symposion der Austrian Road Map 2050 in der WKO Wien.

Im Rahmen des Symposions "5G Broadcast - Die Zukunft des Rundfunks im 5G Zeitalter", gemeinsam veranstaltet von der Austrian Road Map 2050, RTR und ORS, diskutierten am Freitag vormittag hochkarätige Experten aus der Medien- und Telekommunikationsbranche in der bis auf den letzten Platz gefüllten Christoph-Leitl-Lounge in der WKO in Wien. In seinem Grußwort bezeichnete Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien, 5G als "Thema von eminenter politischer Bedeutung", das jeden Lebensbereich betreffen und unser aller Leben verändern werde. "Die Erwartungen sind enorm", so der Minister. Schallenberg ging im weiteren auf die Tragweite der Technologie mit folgenden Worten ein: "Es geht um die technologische Souveränität des Kontinents". Gleichzeitig appellierte er an alle Beteiligten in Österreich wie auch in Europa angesichts der übermächtigen Konkurrenz aus den USA und China "an einem Strang zu ziehen."

Gernot Grimm, Sektionschef im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, sieht in 5G ein "großes Potenzial für die effiziente Verbreitung von Rundfunkbeiträgen". Die 5G-Technologie werde, so zeigte sich Grimm überzeugt, "den neuen Rundfunk tragen". Das Potenzial sei da und auch die Technik sei da. Jetzt käme es darauf an, gesetzliche und regulative Rahmenbedingungen zu schaffen. In seiner Keynote referierte Antonio Arcidiacono, Director of Technology & Innovation, European Broadcasting Union, über europäische Trends und Entwicklungen betreffend der 5G Broadcastings. Dem schloss sich eine Panel-Diskussion mit Gerhard Zeiler, Chief Revenue Officer, Warner Media, den Moderator Johann Puntigam als "Hermann Maier der Österreichischen Media-Szene" begrüßte und Marcus Grausam, CEO von A1 an. Nach Zeilers Auffassung sei ein neuer Rundfunkstandard für jeden Anbieter wichtig. Gleichzeitig verwies er auf ein verändertes Consumer-Verhalten in Bezug auf TV-Medienkonsum. In ganz Amerika setze die Industrie auf 5G. "Alles wird es geben, wenn die Kunden dafür zahlen", so Zeiler. Man müsse das Thema 5G Broadcast aus den Augen der Konsumenten sehen - und verstehen, so sein Credo. "Ich glaube an das Prinzip, dass der Konsument die Freiheit haben möchte, wo er was anschauen möchte". Gemeinsam mit Zeiler war sich Grausam einig, dass man in 5G investieren müsse. "Der Medienkonsum wird interaktiver", betonte Grausam, weshalb es für ihn wichtig ist, "am Ende des Tages das richtige Angebot zu bieten". Nach Zeilers Einschätzung werde sich der amerikanische TV-Markt in den nächsten 5 Jahren aus 50 Prozent on Demand- und 50 Prozent Linear-TV zusammensetzen. "On Demand-TV wird das lineare Fernesehen nicht absetzen, aber an Gewicht weiter zunehmen", so Zeiler. Auch Grausam wagte eine Prognose: "Die Telekommunikationsindustrie und die Medienindustrie wachsen durch 5G zusammen".

Im Anschluß skizzierte Josef Trappel, Universitätsprofessor der Universität Salzburg die Ergebnisse einer Studie zum Linearen Fernsehen 2030 in Österreich. Den Abschluß der Veranstaltung bildete die Podiumsdiskussion "Öffentliche Aufgabe und Geschäftsmodell - Was ist die Rolle des Broadcastings im 5G Zeitalter", an der Corinna Drumm, Geschäftsführerin, Verband Österreichischer Privatsender, Michael Wagenhofer, Kaufmännischer Geschäftsführer, ORS, Anja Tretbar-Bustorf, Vice President Corporate Affairs, Magenta Telekom, Franz Manola, Plattform-Manager der Generaldirektion, ORF und Marvin Peters, Director IM, Samsung Electronics Austria GmbH, teilnahmen. 

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