40 Jahre "Spiegel"-Affäre
 

40 Jahre "Spiegel"-Affäre

Vor 40 Jahren stürzte die "Spiegel"-Affäre die Bundesrepublik Deutschland in eine große Krise.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 1962 stürmten Polizisten die Redaktionsräum des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Die Redaktionsbüros wurden durchsucht und für mehrere Wochen geschlossen. Herausgeber Rudolf Augstein und einige führen Mitarbeiter des "Spiegel" mussten für längere Zeit hinter Gitter. Claus Jacobi und Johannes K. Engel, die beiden Chefredakteurde des Blattes waren festgenommen worden. Die so genannte "Spiegel"-Affäre erschütterte dei noch junge die Bundesrepublik Deutscshland.



Hintergrund der Affäre war die Stationierung von Raketen durch die Sowjetunion auf Kuba und die darauf verhängte "Quarantäne" der USA gegen das Reich Fidel Castros. In diesem Zusammenhang wurde dem Spiegel vorgeworfen, durch verschiedene Artikel die Freiheit und Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet zu haben. Unter anderem war in der Ausgabe vom 10. Oktober 1962 ein Artikel mit dem Titel "Bedingt abwehrbereit?" erschienen, der sich mit der Landesverteidigung auseinandersetzte. Den "Spiegel"-Redakteuren wurde Landesverrat und landesverräterische Fälschung und Bestechung vorgworfen. Ein der zentralen Figuren der Affäre "Spiegel" war der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß.

(as)

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