3sat wird 25
 

3sat wird 25

Der werbefreie, deutschsprachige Kulturkanal wird am 1. Dezember 2009 ein Vierteljahrhundert alt.

Seit der Gründung durch ZDF, ORF und der Schweizer Rundfunkanstalt, SRG, im Jahr 1984 und seit dem Beitritt der ARD 1993 gestalten vier Sender aus drei Ländern ein Programm - 3sat. Der deutschsprachige Kulturkanal bekommt zu seinem 25-jährigen Jubiläum allerdings nicht nur Blumen und Glückwünsche, sondern unter dem Titel "Strukturreform" auch eine Mittelkürzung verpasst: Das deutsche ZDF legt die Redaktionen von 3sat und dem digitalen ZDF-Theaterkanal zusammen und kürzt das geplante 3sat-Budget für Fremdleistungen bis 2012 um rund ein Viertel. Beim ebenfalls beteiligten ORF verteidigt man das Vorgehen als Synergiennutzung. Die Programmvielfalt von 3sat sei dadurch nicht gefährdet, heißt es.



Nach Angaben von 3sat werden dem Sender vonseiten des ZDF bis 2012 rund 74,4 Millionen Euro für Fremdleistungen zur Verfügung gestellt. Ursprünglich waren 98,8 Millionen Euro eingeplant. Hinzu kommen jährlich 26 Millionen Euro für hauseigene Produktionsmittel. Der ORF investiert jährlich knapp vier Millionen an Produktionsgeldern in 3sat und will daran auch nichts ändern. Zudem stellt der ORF, der ein Viertel des 3sat-Programms macht, laut ORF-Kommunikationschef Pius Strobl sein Archiv zur Verfügung.



Als 3sat am 1. Dezember 1984 auf Sendung ging, konnten gerade einmal 8.000 Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Programm über Satellit empfangen. Heute erreicht es mehr als 40 Millionen Haushalte, in Österreich schalten täglich 637.000 Seher einmal auf 3sat. Im ersten Halbjahr 2009 erreichte der Sender einen Marktanteil von 1,9 Prozent.



Ab 28. November bestimmt das 25-jährige Jubiläum das Programm von 3sat. Unter dem Motto "anders fernsehen" wird ein etwa spezieller Blick auf die 3sat-Länder geworfen.



(Quelle: APA)
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