2011 wurden über 100 Journalisten getötet
 

2011 wurden über 100 Journalisten getötet

Laut der Organisation Press Emblem Campaign verloren im zu Ende gehenden Jahr mindestens 106 Journalisten bei oder wegen der Ausübung ihres Berufes ihr Leben.

In ihrem Jahresbericht 2011 teilte die unabhängige Nichtregierungsorganisation (NGO) Press Emblem Campaign, kurz PEC, mit, dass in diesem Jahr mindestens 106 Journalisten bei oder wegen der Ausübung ihres Berufes in 39 Ländern ums Leben gekommen seien. Rund zwei Drittel von ihnen seien Opfer gezielter Anschläge gewesen, der Rest sei bei Demonstrationen, Kämpfen, Bombenanschlägen oder Minenexplosionen getötet worden, erklärte der PEC-Generalsekräter Blaise Lempen am Montag in Genf.

2010 mussten 105 Journalisten ihr Leben geben, 2009 waren es sogar 122. Auch 2011 hat die Organisation immer wieder an Regierungen appelliert, mehr für den Schutz von Journalisten und die Respektierung der Pressefreiheit zu tun. Allein bei den Aufständen des Arabischen Frühlings kamen nach Angaben von PEC 20 Journalisten um. Mehr als hundert weitere wurden in Ländern der Nahost-Region angegriffen, verletzt, unter Druck gesetzt oder festgenommen, darunter in Ägypten, Libyen, Syrien, Tunesien und im Jemen.

Zum zweiten Mal in Folge war Mexiko das gefährlichste Land für Reporter, wo im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg zwölf Berichterstatter getötet wurden. An zweiter Stelle folgte wie schon im Vorjahr Pakistan, wo elf Journalisten umkamen, meist in der Grenzregion zu Afghanistan. Mit 35 getöteten Medienmitarbeitern halte Lateinamerika einen traurigen Rekord. In Asien (ausgenommen Mittlerer Osten) seien 30 Opfer zu beklagen, im Mittleren Osten und in Nordafrika jeweils 28.
stats