13. Radio Research Day - Bildergalerie und Na...
 

13. Radio Research Day - Bildergalerie und Nachbericht

Zum 13. Mal fanden sich zahlreiche Radio-Interessierte im Palais Niederösterreich ein.

Unter dem Motto "Radio trifft ins Herz" lud der Vermarkter der österreichischen Privatsender, Radio Marketing Service Austria zum 13. Mal zum Radio Research Day.

"Radio ist ein emotionales Medium. Radio trifft aber auch ins Gehirn - weil Radio Bilder im Kopf erzeugt. Und Radio trifft auch immer die richtige Zielgruppe - weil Radio die meisten Menschen erreicht", leitete Michael Graf, Geschäftsführer der RMS Austria, in den 13. Radio Research Day im Palais Niederösterreich.

Und so vielfältig das Medium Radio einsetzbar ist, so vielfältig war auch das Programm der diesjährigen Fachveranstaltung, die von mehr als 300 Radioexperten, Marketing- und Werbe-Fachleuten, Mediaplanern, Kreativen sowie Medienforschern besucht wurde, um interessante Referenten und Gesprächspartner zu treffen.

Gerd Gigerenzer vom Max Planck-Institut, Berlin hielt die Key Note und gab Anleitungen wie man "gute Entscheidungen" trifft. Dabei sei es wichtig zu unterscheiden, ob man bei einer Entscheidung auf Erfahrungen aufbauen kann. Auf Basis heuristischer Verfahren getroffene Entscheidungen sind somit Bauchentscheidungen und werden nicht nach rationalen Kriterien abgewogen. Je eher eine Entscheidung unter Zeitdruck getroffen werden muss, umso mehr sollte man sich auf sein "Bauchgefühl" verlassen, also der "Intelligenz des Unbewussten" vertrauen.

"Romantic City Break - Der schönste Liebesbrief ist ein Flugticket", ein Fallbeispiel präsentierten Christina Jung, Werbeleitung bei Austrian Airlines und Tina Hofbauer, Geschäftsleitung Panmedia. Diese bewiesen, dass Radio ein ideales Komplementärmedium zu Online ist und dass es Radio-Konsumenten zum Handeln bewegt, also Interaktion bewirkt: Die Anzahl der verkauften Tickets stieg im Kampagnenzeitraum, rund um den Valentinstag 2012 um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Volkmar Kramarz, Dozent für Musikwissenschaften an der Universität Bonn sprach und musizierte zum Thema "was Musik und Jingles zum Hit macht". Seine These: Es gibt standardisierte, immer wieder in gleicher Form auftretende Harmoniemuster (C-G/h-Am-F - für Musiker), die als "wohltuend" empfunden werden und damit für den Erfolg von Songs oder das Gelingen einer Werbemelodie - ausschlaggebend sind.

Joachim Feher, CEO der MediaCom, beleuchtete in seinem Vortrag das Mediennutzungsverhalten der "Generation Z", die bereits mit digitalen Medien aufgewachsen ist. Und trotz der neuen Übertragungskanäle und Kommunikationsmittel - allen voran dem Internet - hat auch in dieser jungen Zielgruppe der 14 bis 24-Jährigen das Medium Radio einen besonders hohen Stellenwert. "Radio hat den Sprung in die nächste Generation geschafft", so Fehers Analyse zur ungebrochenen Beliebtheit des Mediums Radio, das "ja immer schon mobil war - man denke an Ghettoblaster, Walkman und heute iPhone, iPad und Co".

"Mit dem Radio Research Day ist es wieder einmal gelungen, das Medium Radio in das ihm gebührende Rampenlicht zu rücken. Und auch mit der Etablierung des RMS Radio Award denken wir, einen relevanten Beitrag für die Mediengattung Radio zu leisten", fasst Doris Ragetté, Media Research und Service RMS Austria und Organisatorin des Radio Research Day, die Fachveranstaltung zusammen.

Alle Handouts, Hörbeispiele und Filme zu den Radio Award-Preisträgern sowie eine Foto-Galerie finden sich hier.

Die Sieger des Radio Award 2012 finden sich in einem eigenen Artikel. Mehr zum Radio Research Day lesen Sie in HORIZONT 25/2012, Seite 8.
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