12,2 Millionen Euro Förderung für 42 TV-Produ...
 

12,2 Millionen Euro Förderung für 42 TV-Produktionen

AdobeStock/Piotr Adamovicz
Noch nie seit Einrichtung des RTR-Fonds gab es so viele Anträge wie bei der nunmehrigen Vergaberunde.
Noch nie seit Einrichtung des RTR-Fonds gab es so viele Anträge wie bei der nunmehrigen Vergaberunde.

Bei der ersten von vier Vergaberunden hat der Fernsehfonds der RTR 42 TV-Produktionen heimischer Filmfirmen insgesamt 12,2 Millionen Euro an Förderungen zugesprochen. Damit ist - einmal mehr - nach der ersten Vergaberunde fast das gesamte Volumen ausgeschöpft.

Zehn Fernsehfilme, zwei Serien und dreißig Dokumentationen wurden vom Fernsehfonds diesmal als förderungswürdig eingestuft. Ausgeschüttet werden dabei insgesamt 12.203.686 Euro. Alle Fernsehfilme und Serien sowie sieben der Dokumentationen sind Koproduktionen mit ausländischen TV-Veranstaltern. Förderungskriterium des Fernsehfonds ist jedoch der wirtschaftliche Aspekt, der unabhängige heimische Produktionsfirmen unterstützen und so die Wertschöpfung der heimischen Branche erhalten und ausbauen will.

Die höchste Förderungssumme bekam mit über 2,5 Millionen Euro die Satel Film für die Produktion der 14. Staffel der "SoKo Donau". Fast gleichauf lag die Verfilmung des Fin-de-Siecle-Krimis "Liebermann Papers/Vienna Blood". In der Buchreihe lässt der britische Bestsellerautor Frank Tallis den Psychoanalatiker Max Liebermann Kriminalfälle im Wien des frühen 20. Jahrhunderts lösen. Insgesamt wurden die zehn Filme mit über 7,2 Millionen Euro gefördert, die beiden Serien (neben "SoKo Donau" die Produktion "Pass" von EPO) mit 3,2 Mio. Auf die Dokumentationen von rund 1,8 Millionen Euro. Gefördert werden laut den Maßgaben bis zu 20 Prozent der Produktionskosten, in Ausnahmefällen bis zu 30 Prozent.

Rekordzahl von Anträgen

Die Nachfrage nach Förderungen erreichte diesmal mit 52 Anträgen zur ersten von vier Förderrunden, deren Einreichfrist am 30. Jänner endete, einen Rekord. Noch nie seit der Einrichtung des Fernsehfonds unter dem Dach der RTR vor 14 Jahren wurden zu einem Termin so viele Anträge gestellt. 52 Anträge bedeuten ein Plus von einem Fünftel im Vergleich zum ersten Antragstermin des Vorjahres. Insgesamt beträgt das Fördervolumen des Fernsehfonds pro Jahr 13,5 Mio. Euro. Das bedeutet, dass für den Rest des Jahres weniger als 1,3 Millionen an möglichen Förderungen bleiben.

Schon seit 2015 kam der Fernsehfonds nicht mehr zu den vorgesehenen vier Förderrunden, weil zuvor schon alle Mittel aufgebraucht waren. Letztes Jahr waren für die zweite Förderrunde aber immerhin noch 3,9 Millionen Euro übrig. Die Förderrunden drei und vier fanden auch schon im Vorjahr nicht mehr statt. Der diesjährige Stichtag für die zweite und mutmaßlich letzte Förderrunde wurde mit 4. September festgesetzt.

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