„.ch“ stellt Hauszustellung ein
 

„.ch“ stellt Hauszustellung ein

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Michael Grabner: "Die Hauszustellung war einfachzu teuer und hat zu wenig Leser generiert".(c)ek
Michael Grabner: "Die Hauszustellung war einfachzu teuer und hat zu wenig Leser generiert".(c)ek

Grabner: "Konzept ist nicht gescheitert."

Die schweizer Gratistageszeitung, an der Eugen A. Russ, Michael Grabner und die Moser Familie beteiligt sind, wird zur Pendlerzeitung. Ein Jahr nach dem Launch wird bei der schweizer Gratis-Tageszeitung „.ch“ mit Ende Oktober 2008 so einiges umgestellt: Die für Gratistageszeitungen unübliche Hauszustellung wird eingestellt und das Blatt auf die Infotainment-Bedürfnisse der Pendler ausgerichtet. Das Medium wird künftig nur noch über Boxen auf öffentlichem Grund verteilt.


"Die Hauszustellung war einfach zu teuer und hat zu wenig Leser generiert", sagt Michael Grabner, der so wie Eugen A. Russ und die Moser-Holding, ebenfalls an ".ch" beteiligt ist, gegenüber HORIZONT online. Gleichzeitig stellt er aber klar: "Das Gratiskonzept von ,.ch' ist in keinster Weise gescheitert." Man werde nun ein ähnliches Konzept verfolgen wie die Gratistageszeitung "20 Minuten".

Die Reichweite von ".ch" liegt aut Mediaanalyse WEMF durchschnittlich bei 204.000 Lesern. Durch die Erhöhung der Boxen von derzeit 650 Standorten auf 2000 will man eine verbreitete Auflage von 370.000 Exemplaren erreichen.

Der bisherige Delegierte des Verwaltungsrates Sacha Wigdorovits, der maßgeblich am Aufbau von ".ch" beteiligt war, tritt per 31. Oktober von seinen Funktionen zurück. "Nachdem die Pionierphase von ,.ch' abgeschlossen ist, will ich mich wieder vollumfänglich meiner eigenen Firma Contract Media AG widmen", sagt Wigdorovits.
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