Stop Funding Hate Now & OVK: 22 Millionen Eu...
 
Stop Funding Hate Now & OVK

22 Millionen Euro Schaden durch falsch ausgespielte Digitalwerbung

leisure communications
Stop Funding Hate Now-Gründer Thomas Koch
Stop Funding Hate Now-Gründer Thomas Koch

Durch eine Kooperation des Online-Vermarkterkreises (OVK) mit der Initiative 'Stop Funding Hate Now' von Thomas Koch und Michael M. Maurantonio werden österreichische Kampagnen in regelmäßigen Reports erfasst.

Der wirtschaftliche Schaden von Werbung auf nicht vertrauenswürdigen Websites belaufe sich auf bis zu 22 Millionen Euro pro Jahr. Ohne die notwendige Kontrolle durch Werbetreibende wird Werbung nicht nur auf fragwürdigen Portalen ausgespielt, sondern auch auf Seiten, die hohe Reichweiten durch Bot-Traffic generieren und diese zu vermeintlich günstigen Preisen anbieten, heißt es in einer Aussendung. Weitere Probleme stellen Fake-Devices, Fake-Apps, Fake-Profile oder Malware dar. Bei programmatischen Buchungen im Open-Business-Bereich würden im Schnitt 30 Prozent der Ad-Impressions auf betrügerische Anbieter entfallen.

"Mit den Lockerungen der Covid-19-Maßnahmen und rund um die Uefa Euro 2021 stiegen die Aktivitäten der Werbetreibenden deutlich an. Dadurch zeigt sich besonders deutlich, wie viel Geld durch Unwissenheit, fehlerhafte Technik und Ad-Fraud dem Markt entzogen wird", so Stop Funding Hate Now-Initiator Thomas Koch. Sein Partner Michael M. Maurantonio ergänzt: "Durch die Zusammenarbeit mit dem Online-Vermarkterkreis ergibt sich nun ein vollständiges und gleichzeitig leider erschreckendes Bild für den gesamten deutschsprachigen Raum, das bei Werbetreibenden die Alarmglocken schrillen lassen sollte."

Für den Online-Vermarkterkreis sei die Zusammenarbeit mit Stop Funding Hate Now ein wichtiger Schritt, um die Debatte über Ad-Fraud und die Intransparenz des Open Markets zu versachlichen. "Es gibt mit Sicherheit keinen Werbetreibenden in Österreich, der die Verbreitung von extremistischem Gedankengut fördern möchte. Werbung auf fragwürdigen Seiten schadet dem Image und raubt den Spendings ihre Kraft", ist man beim Online-Vermarkterkreis überzeugt und ergänzt: "Die Jagd nach dem günstigsten Tausenderkontaktpreis kann leicht zum Schuss nach hinten werden."

Gemeinsam mit der Brand-Safety-Bewegung wird der OVK monatlich die Analysen der Hot AG Business Development publizieren, heißt es in einer Aussendug. Der Stop Funding Hate Score, welcher von Michael M. Maurantonio bereits vor der gemeinsamen Initiative mit Koch für den Schweizer Markt im Sommer 2020 lanciert wurde, schlüsselt die Spendings auf fragwürdigen und rechts- sowie links-extremistischen Seiten jeweils nach Branchen und Unternehmen auf. Er soll Werbetreibende dazu anregen, die Kontrolle über ihre Werbeausspielungen zurückzugewinnen und Werbeeuros besser, verantwortungsvoller und sicherer zu investieren. Für die erste österreichische Auswertung wurden das Werbeverhalten und die Präsenz auf fragwürdigen und extremistischen Seiten von knapp 90 Unternehmen analysiert. Mehr Informationen gibt es auf der Website.

stats