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Denzel Washington findet "Wetten, dass...? altmodisch

"So etwas haben wir in den USA gar nicht mehr" - Schauspieler bleibt trotz Oscar-Nominierung gelassen: "Es ist immer noch eine große Ehre. Aber ich bleibe ruhiger als früher."

Hollywoodstar Denzel Washington (58), der kürzlich auch bei Markus Lanz bei "Wetten, dass...?" zu Gast war und für seine Rolle in dem Film "Flight" als bester Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert ist, reiht sich nach Tom Tanks in die Riege der "Wetten, dass...?"-Kritiker ein. In der "Stuttgarter Zeitung" äußerte sich der Schauspieler etwa über das "altmodische Konzept" der Show. Seine Oscar-Nominierung sieht er unterdessen ganz entspannt. "Es ist heute anders als vor mehr als 20 Jahren, als ich das erste Mal nominiert war", sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Er empfinde die Nominierung als große Ehre, bleibe jedoch "ruhiger als früher." Er versuche, ausgeglichen heranzugehen, "nicht zu euphorisch und nicht zu pessimistisch". Washington bekam bereits einen Oscar als bester Nebendarsteller für "Glory" im Jahr 1990 und einen als bester Hauptdarsteller für "Training Day" 2002. Die innere Ruhe werde er sich laut dpa jedoch nicht bis kurz vor der Oscar-Gala am 24. Februar bewahren: "Je näher die Verleihung rückt, desto aufgeregter werde ich."

Weniger aufregend findet Denzel Washington "Wetten, dass...?": "Das ist tatsächlich ein Showformat aus einer andern Zeit." Die Sendung, bei der er am vergangenen Wochenende zu Gast war, "hat mich an die Fernsehshows aus meinen Kindertagen erinnert", sagte der Schauspieler weiter. "So etwas haben wir in den USA gar nicht mehr." Allerdings habe er "das Altmodische des Konzepts" auch als "sehr rührend empfunden".

Im November erst hatte sich Tom Hanks nach seinem Auftritt bei der "Wetten, dass..?"-Show irritiert gezeigt. In den USA wäre jeder Verantwortliche einer solchen vierstündigen Fernsehmarathons "am nächsten Tag gefeuert" worden, sagte Hanks damals.

(APA/dpa/sda)
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