Auszeichnung: Alexandra Wachter gewinnt Walth...
 
Auszeichnung

Alexandra Wachter gewinnt Walther-Rode-Preis und Robert-Hochner-Preis

Puls 4/Gerry Frank
Alexandra Wachter ist die Walther Rode-Preisträgerin 2021
Alexandra Wachter ist die Walther Rode-Preisträgerin 2021

Der von der Forschungsgesellschaft Medienhaus Wien mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 14. Oktober an die Redakteurin und Moderatorin von Puls 4/Puls 24 verliehen. Mit dem Hochner-Preis folgt eine weitere journalistische Auszeichnung. 

Als die TV-Journalistin Alexandra Wachter im Juli 2020 beim Interview mit Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Beantwortung ihrer Fragen insistiert und dem Regierungschef ein thematisch passendes Zitat aus der deutschen Zeit vorhält, verliert der sonst meist kontrollierte Regierungschef die Contenance. "Aber Sie haben ja ein eigenes Hirn", fährt er die Puls 4-Redakteurin Wachter an.  Damit hat sie sich einen Namen als zu jeweils Mächtigen kritisch-distanzierte und sachlich wohl vorbereitete Interviewerin gemacht.

Medienhaus Wien zeichnet sie mit dem Walther Rode-Preis 2021 für ihre "insgesamt couragierte und sozial engagierte Arbeit" aus, begründen MHW-Geschäftsführer Andy Kaltenbrunner und Daniela Kraus vom Presseclub Concordia die Jury-Entscheidung: "Wachters exzellent vorbereitete und mit Hirn, Selbstvertrauen und Hartnäckigkeit geführten Interviews ermöglichen den Blick hinter die message control." Die Journalistin habe sich zudem als Vorsitzende des "Frauennetzwerks Medien" immer wieder ermutigend und wirksam für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung eingesetzt.

Noch am selben Tag, wurde auch bekanntbegegeben, dass Wachter auch den Robert-Hochner-Preis erhält. In der Begründung lobt die Jury, dass sich die Journalistin "auf Interviews und Moderationen akribisch" vorbereitet: "Sie zeichnet sich dadurch aus, immer faktenbasiert und sachlich zu agieren, aber dabei nicht locker zu lassen. Sie führte in den vergangenen Monaten herausragende politische Interviews mit Regierungsmitgliedern, darunter dem Bundeskanzler. Dabei blieb sie auch bei Provokationen immer sachlich und bewies ihr eigenständiges Denken überzeugend." Der Preis wird dieses Jahr auch an eine zweite Journalistin, nämlich Elke Ziegler, Wissenschaftsredakteurin beim Radiosender Ö1, vergeben.
stats