RMA Insights : 'Erleben Renaissance des ländl...
 
RMA Insights

'Erleben Renaissance des ländlichen Raumes'

Markus Wache

Was die Pandemie mit der Regionalität, der 'Lebensader Österreichs', wie RMA-Chefredakteurin Maria Jelenko-Benedikt macht, diskutiert sie in einer hochkarätigen Expertenrunde, unter anderem mit Bundesministerin für EU und Verfassung, Karoline Edtstadler.

Laut einer Umfrage, die die RMA in Auftrag gegeben hat, spielt sich das Leben für 43 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher im "eigenen Grätzel, also vor Ort oder im Nachbar-Grätzel ab", so RMA-Chefredakteurin Maria Jelenko-Benedikt. Gerade in Krisenzeiten fokussieren sich die Menschen auf Gemeindewohlökonomie, Regionalität und diese unmittelbare Nähe schaffe Vertrauen. Wie sich die Regionalität verändert hat, diskutierte sie in der letzten Break-out Session der Österreichischen Medientage 2021 mit Karoline Edtstadler, Bundesministerin für EU und Verfassung, Ines Schurin, Rewe Director Corporate Communications, Martin Heintel, Uni Wien, Professor Geografie und Regionalforschung, Alfred Riedl, Gemeindebund, Präsident und Georg Platzer, Communal Audit by Ramsauer & Stürmer Consulting, Geschäftsführer.


Für Riedl ist die "Infrastruktur das Maß aller Dinge." Denn ohne sie wären "Home Schooling und Home Office nicht möglich." Vor Ort zu leben, und damit "weniger mobil zu sein, ist auch umweltschonend." Bundesministerin Edtstadler hält es für "wesentlich, EU-Gemeinderäte zu installieren", da Menschen durch die Pandemie Regionalität "mehr schätzen. Sie schätzen es von zuhause aus zu arbeiten, nicht jeden Tag vom Waldviertel nach Wien hereinpendeln zu müssen." Daher sei es ihr wichtig, in "ganz Europa EU-Gemeinderäte zu installieren." Betreffend ländlicher und städtischer Lebensäume sagt Martin Heintel, Uni Wien, Professor Geografie und Regionalforschung, dass er eine "Verflechtung beider Komponenten" sehe, es sei eine "Ko-Existenz", deshalb wolle er auch nicht von Stadt- oder Landflucht sprechen.

Für Georg Platzer, Communal Audit by Ramsauer & Stürmer Consulting, Geschäftsführer ist überraschend, dass in einer Bürgermeisterinnen- und Bürgermeister-Befragung herauskam, dass "die Stimmung in den Gemeinden für die kommenden 6 bis 9 Jahre sehr positiv sind."

Zum Punkt der mangelnden Nahversorgung in rund 650 Gemeinden in Österreich sagt Ines Schurin, Rewe Director Corporate Communications, dass die von Billa installierten "Regionalboxen" auch besonderes Augemerk auf lokale Produzenten legen sollten, entgegen aller Kritik. Ursprünglich wären diese Boxen im "urbanen Bereich geplant gewesen. Sie bekräftigt, es ginge "uns als Großkonzern nicht darum die regionalen Direktvermarkter zu zerstören, sondern ein Alternativkonzept zu bieten."

RMA Break-out Session : Die Bilder-Galerie

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