Österreichische Medientage 2021: Appelle zur ...
 
Österreichische Medientage 2021

Appelle zur Aufholjagd und die Bilder von Tag eins

Brunnbauer/Wache
Bundesministerin Karoline Edtstadler hielt die erste Keynote des Tages.
Bundesministerin Karoline Edtstadler hielt die erste Keynote des Tages.

Beim ersten Tag der 28. Österreichischen Medientage in Wien standen das Aufholen bei der Digitalisierung, Pressefreiheit und 'Tele-Visionen' ebenso im Fokus wie die Zäsur in der Werbung, nachhaltiges Wirtschaften und Europa als Hollywood.

„Ohne Diskurs lässt sich eine Gesellschaft nicht organisieren“ mahnte HORIZONT-Chefredakteur Jürgen Hofer in seiner Eröffnungsrede zu den Österreichischen Medientagen. In diesem Kontext sei die Notwendigkeit von qualitativem Journalismus und seinen Medien enorm gestiegen, während auch die Bedrohungen weiter zunehmen würden. Auch Karoline Edtstadler, Bundesministerin für EU und Verfassung, betonte in ihrer Auftakt-Keynote rund um Pressefreiheit die Wichtigkeit einer objektiven Berichterstattung für die Coronapandemie wie auch für die Demokratie.

Österreichische Medientage 2021 : Das war Tag eins in Bildern



Thomas Middelhoff kritisierte im Anschluss, dass keine der traditionellen Branchen aus dem lerne, was in anderen Branchen in Sachen Digitalisierung bereits passiert sei. Die Einstellung "ich verstecke mich mal, bis alles vorbei ist", herrsche nach wie vor in vielen Bereichen vor, führe aber dazu, dass Riesen wie Amazon ungehindert "vorbeiwachsen" könnten.

Wie die österreichische Wirtschaft den Aufschwung nützen und den Rückstand auf Amazon, Netflix und Co. aufholen kann, darum ging es beim großen Wirtschaftstalk, bei dem etwa der Wiener Stadtrat Peter Hanke Middelhoffs Sicht der „verschlafenen Digitalisierung“ für Österreich und speziell Wien nicht teilte.

Auf dem Panel "Europa als Hollywood – Vision oder Realität?" diskutierten Experten darüber, wie es um den Filmstandort Österreich steht, wie junge Talente gewonnen werden können und wie man mit der Marktmacht der Streamingdienste umgehen sollte. Und aus dem Feld Agenturen, Werber und Vermarkter diskutierten internationale und heimische Vertreter über das (zu optimierende) Verhältnis zueinander, Inhousing-Abwägungen, faire Agenturbezahlung und das 'Ende des Quartalsdenkens'.

Alle Details zu allen Panels finden Sie auf der Startseite von www.horizont.at.
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