Zenith prophezeit Werbeboom im Iran und in Ba...
 

Zenith prophezeit Werbeboom im Iran und in Bangladesch

PRO401(K) 2012/flickr
Zusammengenommen werden die aufstrebenden Werbemärkte schon in drei Jahren Australien als siebentgrößten Werbemarkt überholen.
Zusammengenommen werden die aufstrebenden Werbemärkte schon in drei Jahren Australien als siebentgrößten Werbemarkt überholen.

Die Agentur Zenith kommt in einer Untersuchung von 30 Ländern zum Schluss, dass der Iran und Bangladesch vor einem Werbeboom stehen und bald traditionelle Märkte an Relevanz überholen werden.

In der Studie "rising media markets" untersuchte Zenith 30 Länder abseits jener 81 Werbemärkte, die vierteljährlich in der Werbeausgaben-Vorhersage der britischen Agentur bewertet werden. Einige von ihnen dürften den Sprung in die "große" Studie demnächst aber schaffen, wie es aussieht: Innerhalb der nächsten drei Jahre würden sich die Werbeausgaben im Iran verdoppeln und dann bei 2,1 Milliarden Dollar liegen, schätzt Zenith - außer, wenn es eine Rückkehr zu Sanktionen und Konflikten mit dem Westen gibt.

Den zweiten Platz unter den untersuchten Ländern belegt Bangladesch, mit einem Wachstum von jetzt 854 Millionen Dollar auf 1,31 Milliarden innerhalb von drei Jahren. Im Jahr 2020 werde Bangladeschs Werbemarkt doppelt so groß wie jener Pakistans sein, trotz weit geringerer Einwohnerzahlen. Das bedeutet ein Wachstum von 15 Prozent jährlich, ebenso wie im Iran. Im Durchschnitt wachsen die 30 "rising markets" deutlich über 12 Prozent jährlich, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von vier Prozent.

"Zu groß, um sie zu ignorieren"

Auch Zenith räumt ein, dass die 30 Märkte in demographischer und wirtschaftlicher Hinsicht kaum in einen Topf zu werfen seien. Sie seien aber "zu groß geworden, um sie zu ignorieren", wird Zenith-Marktforschungschef Jonathan Barnard zitiert. Zusammengenommen würden sie im Jahr 2020 Australien - und damit den siebentgrößten Werbemarkt weltweit - an Werbeausgaben überholen. Die prognostizierten Werbeausgaben im Iran und in Bangladesch machen dabei ein Drittel der gesamten Ausgaben aus.

Zenith-Chef Vittorio Bonori rät dazu, die "rising markets" generell nicht zu vernachlässigen (Wachstumsraten sogar zwischen 18 und 19 Prozent, bei allerdings deutlich kleineren Volkswirtschaften, können Angola, Myanmar und Äthiopien vorweisen): Diese Märkte seien "vielleicht jetzt noch klein", hätten aber "großes Potenzial für Markenwachstum für frühe Einsteiger, die die Gelegenheit haben, ihre Marken mit derzeit relativ geringem Wettbewerb zu etablieren".

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