Werbung in Krisenzeiten: Werberat bleibt hand...
 
Werbung in Krisenzeiten

Werberat bleibt handlungsfähig und ruft zur Sensibilität auf

ÖWR/Katharina Schiffl
Michael Straberger und Andrea Stoidl rufen im Frühjahr wieder zur Werberats-Wahl auf.
Michael Straberger und Andrea Stoidl rufen im Frühjahr wieder zur Werberats-Wahl auf.

Aufgrund des etablierten Online-Beschwerdeverfahrens sowie des Online-Entscheidungs-Tools für Werberäte, ändert sich im Beschwerdeablauf und an der Schnelligkeit der Entscheidungen beim Österreichischen Werberat an der Systematik nichts.

Entsprechend der aktuellen Lage möchte der Österreichische Werberat auch weiterhin mit allen Beschwerden seitens der Bevölkerung verantwortungsvoll umgehen und als Sprachrohrfunktion zwischen Konsumenten und der werbetreibenden Wirtschaft fungieren. "Unsere Tools und Online-Systeme sind bereits seit Jahren im Einsatz und somit Ortsunabhängig und etabliert", erklärt ÖWR-Geschäftsführerin Andrea Stoidl.

"Wichtig ist in Zeiten wie diesen, der Zusammenhalt", so ÖWR-Präsident Michael Straberger, "und hier können wir als Werber in der Art unserer Kommunikation einen wesentlichen Teil dazu beitragen. […] Ethik und Moral in der Werbekommunikation ist dieser Tage nicht nur angebracht, sondern vielmehr ein absolutes Muss", richtet Straberger seinen Appell an alle Werbeverantwortlichen und Medien, "wir brauchen jetzt klare, verständliche Botschaften, die ein Miteinander möglich machen und uns nicht weiter auseinander bringen".

Das vorläufige Prozedere sieht jedoch eine Adaption der Verfahrensordnung vor: Der Österreichische Werberat wird Beschwerden in Bezug auf Unternehmen, die aktuell massiv von gesetzlichen Einschränkungen betroffen sind, aufnehmen, jedoch nicht in gewohnter Weise abwickeln. In diesen Fällen wird das Verfahren ausgesetzt. Sollte die Werbemaßnahme bei Wiederaufnahme des Betriebs nach wie veröffentlicht werden, wird die Werbemaßnahme in entsprechender Form behandelt. Das Unternehmen erhält eine Vorabinformation.
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