Werbeindustrie in Europa: BIP-Motor und Arbei...
 

Werbeindustrie in Europa: BIP-Motor und Arbeitgeber

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Eine Studie von Deloitte liefert klare Zahlen zur Werbebranche in Europa: Knapp sechs Millionen Jobs wurden hier geschaffen - die deutlich besser bezahlt sind als in anderen Branchen.

92 Milliarden Euro, die 2014 in der EU für Werbung ausgegeben wurden, resultieren in einem Bruttoinlandsprodukt von 643 Milliarden Euro und machen 4,6 Prozent des Gesamt-BIPs der EU aus; durch jeden Euro, der in die Werbung fließt, werden sieben Euro des BIP generiert – das sind die Ergebnisse einer Studie von Deloitte in Kooperation mit der World Federation of Advertising (WFA) und dem internet advertising bureau europe (iab EU).

Der Studie zufolge trägt die Werbeindustrie zum Wachstum der Gesamtwirtschaft bei, indem sie die Wettbewerbsfähigkeit steigert und die Konsumenten mit Informationen zu Produkten und Dienstleistungen versorgt. Das umfangreiche Waren- und Dienstleistungsangebot führt wiederum dazu, dass Unternehmen mehr in die Entwicklung innovativer Produkte und Leistungen investieren um mit ihrem Mitbewerbern konkurrieren zu können, heißt es weiter vom iab in einer Presseaussendung.

Knapp 6 Millionen Jobs – die meisten gut bezahlt

Zudem liefert die Studie Zahlenmaterial in punkto Arbeitsmarkt: 5,8 Millionen Arbeitsplätze, genau 2,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der EU, werden durch die Werbeindustrie geschaffen. 16 Prozent davon sind sind direkt in der Werbebranche tätig; zehn Prozent entfallen auf die Medien- und Onlinebranche: Journalisten, Content-Produzenten, Out-of-Home und TV-Anbieter. Zu guter Letzt kommen noch 74 Prozent Jobs hinzu, die in der Gesamtwirtschaft durch Werbeaktivitäten wie Marketing und Sales oder verwandte Branchen wie Tourismus generiert werden.

Das Durchschnittseinkommen in der Medien- und Werbeindustrie beträgt 34.000 Euro im Vergleich zum Durchschnittseinkommen von 22.000 Euro in der Gesamtwirtschaft in der EU.

Datenschutz bereitet Sorgen

Im Kontext dieser Studie weist die europäische Werbeindustrie darauf hin, dass weitere Auflagen für die Branche schwere Konsequenzen haben könnten – etwa würden die EU-Vorgaben in punkto Datenschutz „zu weiteren Einschränkungen für die Branche führen, die die europäische Digitalwirtschaft schwächen und langfristig zu weniger Arbeitsplätzen führen wird.“
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