Werbe-KV: Uneinigkeit innerhalb der Fachgrupp...
 

Werbe-KV: Uneinigkeit innerhalb der Fachgruppe Wien

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Im Rahmen der Verhandlungen in der Vorwoche habe Fachgruppen-Obmann Stephan Gustav Götz (Grüne Wirtschaft) gemeinsam mit Wolfgang Zeglovits (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband SWV Team Werbung Wien) der Gewerkschaft ein Angebot gelegt, das von der Gewerkschaft abgelehnt bzw. nicht fristgerecht angenommen wurde.
Im Rahmen der Verhandlungen in der Vorwoche habe Fachgruppen-Obmann Stephan Gustav Götz (Grüne Wirtschaft) gemeinsam mit Wolfgang Zeglovits (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband SWV Team Werbung Wien) der Gewerkschaft ein Angebot gelegt, das von der Gewerkschaft abgelehnt bzw. nicht fristgerecht angenommen wurde.

Der Wiener Wirtschaftsbund und die UNOS kritisieren die Wortbrüchigkeit von Fachgruppen-Obmann Stephan Gustav Götz. Götz selbst dementiert dies.

Die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag zwischen der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien für die Beschäftigten der Wiener Werbe- und Marktkommunikationsbranche sind um eine Facette reicher. Denn nun melden sich Reinhard Bösenkopf (Wirtschaftsbund) und Christian Führer (UNOS) zu Wort und kritisieren die Wortbrüchigkeit von Fachgruppen-Obmann Stephan Gustav Götz (Grüne Wirtschaft). Im Rahmen der Verhandlungen in der Vorwoche (HORIZONT berichtete) habe Götz gemeinsam mit Wolfgang Zeglovits (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband SWV Team Werbung Wien) der Gewerkschaft ein Angebot gelegt, das von der Gewerkschaft abgelehnt bzw. nicht fristgerecht angenommen wurde. Das Angebot selbst haben weder der Wiener Wirtschaftsbund, noch die Unos mitgetragen.

In einer Aussendung des Wiener Wirtschaftsbundes heißt es dazu, dass Götz der Gewerkschaft eine Deadline für die Annahme dieses Angebots gesetzt habe: "Die Gewerkschaft hat bis Freitag, 10. März um 13 Uhr Zeit, unser letztes Angebot anzunehmen, ansonsten kündigen wir den Kollektivvertrag auf", soll Götz laut der Aussendung gesagt haben. Ebenso, dass "definitiv nicht über das Jahr 2017 verhandelt" wird und dass es "keine Verhandlungen über rückwirkende KV-Gehaltserhöhungen geben" wird. "Allesamt energische Ansagen, wie ich sie mir von einem starken Fachgruppen-Obmann wünschen würde. Nur leider hat keine einzige Ansage davon gehalten. Die Gewerkschaft will auf Zeit spielen und unser Obmann möchte sich noch weiter an der Nase herumführen lassen", sagt Bösenkopf.

Stephan Gustav Götz weist auf HORIZONT-Nachfrage zurück, dass er in einer offiziellen Stellungnahme gesagt hätte, "dass wir den Kollektivvertrag aufkündigen", dies wäre auch "eine Entscheidung von ziemlicher Tragweite". "Diese Aussagen sind nicht richtig und mich würde der Wahrheitsbeweis des Wirtschaftsbundes interessieren", so Götz. Er ortet den Grund für "diese Nervosität" in einem "internen Machtkampf" im Wirtschaftsbund. "Ich glaube, dass Jürgen Tabauer (Vorsitzender der Jungen Wirtschaft, Anm.) neuer Fraktionsführer werden möchte und finde, dass die Unternehmer nicht von diesem internen Machtkampf betroffen werden sollten. Dafür ist die KV-Frage eine zu sensible, um das zu verwenden."

Update (14 Uhr): Kritik an Götz kommt nun auch von den Mandataren der UNOS in der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation: "Es ist einmalig in der Geschichte der Wirtschaftskammer, dass sich ein Fachgruppen-Obmann nicht für die Anliegen seiner Zwangsmitglieder einsetzt, sondern auf Seiten der Gewerkschaft für den Erhalt des Kollektivvertrags kämpft und eine neue Belastungslawine auf die Unternehmer zukommen lässt", sagt UNOS-Verhandler Christian Führer.
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