Wadeln befeuern die Außenwerbung
 

Wadeln befeuern die Außenwerbung

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three wheely transportiert künftig nicht nur Fahrgäste, sondern auch Werbebotschaften

Fahrradrikschas – immer häufiger sind sie auch in der Wiener Innenstadt anzutreffen. Mittlerweile offerieren drei Anbieter Touristen wie Einheimischen die Möglichkeit, sich mit Pedalkraft quer durch die City fahren zu lassen: velocityline, Faxi und three wheely.

Mit letzterem Anbieter arbeitet nun Gunther Pany, Gründer des Marketing-Beratungsunternehmens com.pany, bei der Vermarktung zusammen.
„Rikschas fallen auf, stechen aus dem Stadtbild heraus“, ist Pany überzeugt. Die zehn Rikschas von three wheely ­zirkulieren durch den ersten und Teile des zweiten Wiener Gemeindebezirks. „Allein am Graben und in der Kärntner Straße zählt die Wirtschaftskammer zwischen 50.000 und 70.000 Personen pro Tag“, umreißt Pany nur einen Teil der Reichweite. In etwa 60 Prozent der Kontakte würden von Touristen stammen.

Die Fahrradtaxis zirkulieren theoretisch das gesamte Jahr über durch die Bundeshauptstadt – die Auslastung hängt aber immer auch vom Wetter ab. „In der Kernzeit von Mai bis September kommt three wheely rikscha auf eine Auslastung von 97 bis 100 Prozent“, betont Pany. Deshalb sollen schon bald zu den bisher zehn Rikschas weitere fünf dazukommen.
Potenzielle Werbekunden sieht Pany in allen Branchen – zumal auch sehr viele Touristen die Fahrzeuge ­sehen – und teilweise auch auf Foto bannen. Ein Werbekontakt kann sich also auch noch nach mehreren Wochen vervielfachen – nämlich dann, wenn die Urlaubsfotos aus Wien die Runde machen.
Beim Produzieren der Werbetafeln arbeiten three wheely rikscha und Pany mit der Firma Die Werbewerkstatt zusammen. „Wir brauchen eigentlich nur ein PDF der Sujets und um alles weitere kümmern wir uns“, so Pany. Werbe­tafeln, die zeitlose Botschaften transportieren und sich auch für zukünftige Einsätze eignen, würde die Werbewerkstatt auch lagern.

Innovatives Buchungstool
three wheely selbst ist für sein Angebot beziehungsweise dessen Abwicklung schon mehrfach ausgezeichnet worden. Einmal eine Urkunde zur „Teilnahme und für das besondere Engagement“ beim Mobilitätspreis 2014 des Verkehrsclubs Österreichs (VCÖ), der auch vom Umweltministerium und den ÖBB unterstützt wird. Und eine Nominierung beim Constantinus Award, Österreichs Beratungs- und IT-Preis. Ausgezeichnet wurde hier das Buchungstool, bei dem sich die auf selbstständiger ­Basis arbeitenden Rikschafahrer übers Web einbuchen können.

Dieser Artikel erschien bereits am 19. September in der HORIZONT-Printausgabe 38/2014. Hier geht's zur Abo-Bestellung.
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