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Transport Media

Transport Media bleiben optimistisch

Infoscreen
Das Belvedere macht via Infoscreen auf die Ausstellung ‚Joseph Beuys. Denken. Handeln. Vermitteln‘ aufmerksam.
Das Belvedere macht via Infoscreen auf die Ausstellung ‚Joseph Beuys. Denken. Handeln. Vermitteln‘ aufmerksam.

Digitale Werbeflächen an den wichtigsten Touchpoints, allesamt individuelle, kundenbezogene Lösungen, erlebten Umsatzeinbrüche, rund die Hälfte derselben ging im verwichenen Covidjahr verloren. Dennoch regiert die Zuversicht.

Sascha Berndl, Managing Director bei Infoscreen, empfand vor allem den allerersten Lockdown als Katastrophe. „Die Zurückhaltung ist spürbar, das Problem ist, dass einige Entscheidungsträger im Homeoffice und weniger mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.“ Es zeige sich aber, dass bereits „die Vielzahl an Fahrgästen wieder zurück ist, daher wäre eine Buchung gerade jetzt für viele Werbetreibende besonders effizient und effektiv“. Aktuelle Infoscreen-Kampagnen kann man derzeit zum Beispiel im Auftrag des Belvedere bewundern, das die Ausstellung „Joseph Beuys. Denken. Handeln. Vermitteln“, die noch bis 13. Juni im Belvedere 21 zu sehen sein wird, bewirbt. Oder jene von Hornbach, bei der auf das Projekt „Überall kann Garten sein“ hingewiesen wird.

Niveau von 1994

Ilse Koinig, Werbeleiterin bei Airport Media, kennt die Problematik aufgrund völlig eingebrochener Passagierzahlen nur zu gut: „Als der am stärksten und auch am längsten betroffene Sektor ist der Flugverkehr auch mit sehr starken Umsatzrückgängen konfrontiert. So haben sich die Passagierzahlen von 2019, dem erfolgreichsten Jahr der Airportgeschichte, in nur einem Jahr der Pandemie auf das Niveau von 1994 verringert.“

Der starke Rückgang an Kontaktzahlen, insbesondere durch den Wegfall von wichtigen Passagiersegmenten wie zum Beispiel dem internationalen Kongresstourismus, und die derzeitige fehlende Planbarkeit durch wechselnde Reisebeschränkungen wirken sich somit auch auf das aktuelle Buchungsverhalten der Airport-Media-Kunden aus. Doch Koinig strahlt ungebrochenen Optimismus aus: „Trotz der aktuell schwierigen Situation investiert Airport Media in die Zukunft. So wurde im Jahr 2020 mit 180 Quadratmetern an der Hauptzufahrt zum Flughafen Wien die größte DOOH-Fläche Österreichs in Betrieb genommen.“

Verschiebungen wegen Lockdown

Auch für Martin Platzer, Geschäftsführer bei Zugkraft, war das abgelaufene Jahr alles andere als ein gutes. Vor allem in den Lockdownphasen kam es zu Verschiebungen und vereinzelt auch zu Stornos. „Einen Großteil konnten wir mit unseren kreativen Angeboten jedoch wettmachen. Das liegt vor allem an unseren exklusiven Standorten, die nur bei uns buchbar sind.“ Zugkraft geht jedenfalls sehr zuversichtlich ins neue Jahr. Die Osterkampagne von Hutchison Drei mit drei alternierenden Spots sowie die Kampagne von EVN mit Joulie Photovoltaik für die eigene Sonnenstromnutzung sind dafür die ersten Vorboten.

Der Umsatzeinbruch von rund 50 Prozent hat auch Christoph ­Zallinger von adplace schwer getroffen: „Insbesondere die fehlenden Veranstaltungen führen zu einer geringen Auslastung unserer Screens. Praktisch die gesamte Event-, Gastronomie- und Tourismuskunden halten Budget zurück.“ Aber: Bei den anderen Branchen merke man keine Tendenz. Allerdings nehmen in den vergangenen Wochen Stellenanzeigen zu. Die aktuell größte Kampagne hat adplace für Mietwerkzeuganbieter Flenders abgewickelt.
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