Tele2 mit Umsatzminus und Gewinnplus
 

Tele2 mit Umsatzminus und Gewinnplus

Die Österreich-Tochter der schwedischen Tele2 konnte trotz Kunden- und Umsatzrückgängen im Jahr 2008 den EBITDA steigern.

Tele2 konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von Null auf 7,7 Millionen Euro steigern, obwohl der Konzern mit schwedischer Mutter sonst an allen Fronten zu kämpfen hat. So gingen die Umsatz- und Kundenzahlen des Festnetz- und Internetanbieters im vergangenen Jahr deutlich zurück: Der Umsatz von Tele2 Österreich schrumpfte um zehn Prozent auf 241 Millionen Euro, aus 900.000 Kunden wurden im  vergangenen Jahr 600.000. Dass die hier angegebenen Kundenzahlen nicht mit den vom Konzern präsentierten Zahlen übereinstimmen liegt daran, dass in den 400.000 auch 130.000 Kunden der Tele2-Handysparte inkludiert sind, die 2008 an die Telekom Austria gingen. Die zusätzlich 170.000 verloren gegangenen Kunden sind laut Tele2 auf den Handyboom und die daraus resultierenden Abmeldungen von Festnetzanschlüssen zurückzuführen. Von den 400 Arbeitsplätzen ging bislang keiner verloren, obwohl ungewiss ist, ob Tele2 den Mitarbeiterstand unter dem Druck der Mitbewerber UPC und Telekom Austria halten kann. Daneben sind die Kombipakete des Mitbewerbers Telekom Austria ein großes Problem für Tele2 Österreich, die nach dem Abgang des Tele2-Österreich-Chefs Robert Hackl im Oktober 2008 übergangsmäßig von Henrik Ringmar, Chef von Tele2 Niederlande, geführt wird. Bis zum Frühjahr soll für das heimische Tele2-Geschäft ein neuer Chef gefunden werden. An einen Verkauf des Unternehmens werde nicht gedacht.  








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