T-Mobile im Jahr 2010 stabil
 

T-Mobile im Jahr 2010 stabil

Mobilfunker verzeichnet leichten Umsatzrückgang und steigerte seine Kundenzahl um fast 10 Prozent.

Für die Mobilfunker war 2010 kein leichtes Jahr: Harter Wettbewerb und regulatorische Eingriffe (EU-Vorgaben für das Roaming) machten den Netzbetreibern das Leben schwer. In diesem Umfeld musste T-Mobile Austria im vergangenen Jahr - so wie etwa A1 Telekom Austria auch - einen Umsatzrückgang hinnehmen. 2010 verdiente der zweitgrößte Mobilfunker um fünf Prozent weniger als 2009 - insgesamt waren es 983 Millionen Euro. Der durchschnittliche Gesprächsumsatz pro Vertragskunde (Contract-ARPU) sank leicht von 32 auf 30 Euro. Durch konsequentes Kostenmanagement (geringerer Stromverbrauch durch Modernisierung des Netzes und eine kluges Einkaufsmanagement) konnte das EBIDTA mit 283 Millionen Euro aber dennoch stabil gehalten werden.

Mehr Kunden
T-Mobile Austria konnte im vergangenen Jahr die Kundenbasis um 9,6 Prozent auf 3,778 Millionen steigern (vgl. 2009: 3,446 Millionen). Die Anzahl der neugewonnenen Wertkarten-Kunden stieg, dank der MegaKLAX-Kampagne, um fast ein Viertel (plus 24,8 Prozent). Auch die Vertragskundenbasis konnte um 2,4 Prozent gesteigert werden. "2010 war neuerlich vom aggressiven Preiskampf geprägt – umso mehr freuen wir uns über das gute Ergebnis. T-Mobile konnte sich als starker Herausforderer im Markt erfolgreich behaupten, wir sind klare Nummer 2 und mehr als 30 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher vertrauen auf unsere beiden Marken T-Mobile und tele.ring“, ist Robert Chvátal, Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria, über das abgelaufene Geschäftsjahr erfreut.

Investitionen ins Netz
Mit einer Penetration bei mobilem Breitband von 42 Prozent ist Österreich europaweit die Nummer 1 bei mobilem Surfen. Das Datenaufkommen im T-Mobile Netz hat sich zwischen 2007 und 2010 mehr als versiebenfacht. Allein im Vorjahr wuchs der Datenverkehr um mehr als ein Drittel. 2010 wurden rund 4.300 Terabyte Daten übertragen, das entspricht der Datenmenge von rund 1 Million DVDs. "Wir haben unser Investitionsvolumen 2010 um mehr 20 Prozent erhöht, 116 Millionen Euro sind in das ,Netz der Zukunft' geflossen", sagt Wolfgang Kniese, Geschäftsführer Finanzen und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria. Chvátal ergänzt: "Laut Analysten wächst mobiles Breitband weltweit bis 2015 um das 26-fache. Unserer Meinung nach ist es bei dieser Faktenlage unerlässlich, weiterhin dreistellige Millionenbeträge in neue Technologien und Netzausbau zu investieren." Noch gehen 85 Prozent der Daten auf das Konto von mobilem Breitband, aber durch die hohe Anzahl verkaufter Smartphones gewinnen Datendienste auch am Handy immer mehr an Bedeutung. Bei T-Mobile waren 2010 bereits 6 von 10 verkauften Handys Smartphones. Das ist mehr als doppelt so viel wie marktüblich. Betrachtet man den Branchenschnitt ist erst jedes vierte Handy smart.

LTE Rollout
Am 19. Oktober 2010 hatte T-Mobile Austria in Innsbruck die nächste Mobilfunkgeneration LTE im „Netz der Zukunft“ live geschalten. Die Tiroler Landeshauptstadt war damit die erste Stadt Österreichs mit kompletter 4G-Abdeckung. Die Bürger und Unternehmen von Innsbruck können seither 20 Mal schneller surfen, umfangreiche Datenmengen mobil downloaden oder verschicken, Videokonferenzen von unterwegs abhalten oder Videostreaming nutzen. Bis Ende 2013 wird mindestens ein Viertel der österreichischen Bevölkerung mit der neuen 4G-Technologie versorgt sein. Nach Innsbruck werden 2011 Wien und einige große Landeshauptstädte ans „Netz der Zukunft“ angeschlossen. Seit 22. Februar sucht T-Mobile in Innsbruck nach der „ersten 4G-WG Österreichs“. Jene WG, die aus der Bewerbungsphase via Facebook als Sieger hervorgeht, wird mit 4G-Datensticks sowie den neuesten Notebooks und Tablets ausgerüstet und berichtet ab 7. März über das mobile Leben im „Netz der Zukunft“.

Business-Erfolge 2010
Im Jahr 2010 konnte T-Mobile im Business-Segment äußerst namhafte Großkunden wie STRABAG, Kattus, TUI, Magda Rose Jones und Liebherr gewinnen. Ein besonderer Vorteil ist das internationale Netzwerk, das besonders für heimische Exportunternehmen einen zusätzlichen Vorteil bieten würde - betont man bei T-Mobile Austria. Im Jahr 2011 soll diese Strategie weiterführt werden. „Wir wollen in den nächsten zwei Jahren 1 Million Business-Kunden in unserer Kundenbasis haben. T-Mobile wird weiterhin durch individuelle und maßgeschneiderte Angebote punkten“, sagt Chvátal.

Schwerpunkte für heuer
Neben dem weiteren Ausbau des „Netz der Zukunft“ – inklusive der kompletten Erneuerung des 2G-Netzes – wird T-Mobile 2011 verstärkt auf seinen internationalen Hintergrund setzen. „Wir sind weltweit bestens vernetzt, dadurch konnten wir als erster Mobilfunker iPhone, Blackberry und Android nach Österreich holen. 2011 bauen wir diese Vorreiterrolle mit der Einführung der ersten EU-weiten Datenroaming-Flatrate weiter aus“, so Chvátal. Durch das Angebot mit „Passlogik“, das T-Mobile bereits im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt hat, wird mit Ende Juni 2011 das Surfen im Urlaub um bis zu 90 Prozent billiger. Besonderes Augenmerk wird T-Mobile 2011 auf die bestehende Kundenbasis von 3,8 Millionen Kunden legen. Dieser Weg wurde bereits im Vorjahr mit dem iPhone-Bestandskundenangebot eingeschlagen. Aktuell bedankt sich T-Mobile seit 1. Februar mit einer großen Flamingo-Kundentreueaktion bei seinen Kunden.
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