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Viele CMOs sehen in Daten Hindernis für Kreativität

Redpixel / adobe.stock.com

Gemäß einer neuen Adverity-Umfrage über die Rolle von CMOs in der Digitalisierung befürchten 42 Prozent der Chief Marketing Officer, dass Daten die Kreativität ihrer Marketingteams behindern.

Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Data, People, and Culture: The Evolving Role of the Modern CMO“, die von Adverity, Anbieter der gleichnamigen intelligenten Daten- und Analyseplattform für Marketing, E-Commerce und Vertrieb mit Sitz in Wien, in Auftrag gegeben wurde. Die Umfrage ergab zudem, dass fast die Hälfte der Befragten die Pflicht zu manuellen Reports als einen Grund dafür sehen, weshalb manche Mitarbeiter:innen nicht im Marketing arbeiten möchten. Mehr als ein Drittel gab an, dass es immer schwieriger wird, die Belegschaft zu halten.

Für die Studie waren 300 CMOs aus kleinen und mittelständischen Unternehmen in der DACH-Region, den USA sowie dem Vereinigten Königreich befragt worden, um herauszufinden, wie sich die Rolle des CMOs im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Branche verändert.

Die Tools fehlen

CMOs sind sich demnach uneinig darüber, ob die exponentiell zunehmende Komplexität und Menge an Daten der Kreativität hilft oder sie behindert. 41 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Daten tatsächlich helfen, während 17 Prozent unsicher sind. Jene aber, die behaupten, dass Daten die Kreativität stark behindern, beklagen im Schnitt doppelt so häufig, dass sie nicht über die richtigen Tools verfügen, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Gerade der Bedarf an einer speziellen Marketing-Ops-Rolle zur Verwaltung von Martech-Stacks hat sich drastisch erhöht: 73 Prozent der CMOs sind entschlossen, diese Rolle in ihren Teams einzuführen: 45 Prozent haben bereits eine solche Stelle besetzt, und weitere 28 Prozent stellen derzeit dafür ein. Nur zwäöf Prozent der befragten Unternehmen können von sich behaupten, bereits seit mehr als einem Jahr über eine solche Position zu verfügen. 30 Prozent der CMOs geben außerdem an, dass ihre Teams die eigenen Marketingdaten nur höchstens einmal im Quartal auf ihre Qualität überprüfen.

'Es ist erschütternd'

„Marketer sind heute mit riesigen Datenmengen aus verschiedenen Quellen konfrontiert, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich CMOs darauf konzentrieren, in Mitarbeiter zu investieren, die sich mit der Verwaltung des gesamten Data Stacks befassen“, sagt Harriet Durnford-Smith, CMO von Adverity. „Ohne den Blick für das große Ganze wird eine aufschlussreiche Entscheidungsfindung nahezu unmöglich. Es ist erschütternd, dass 30 Prozent der Unternehmen ihre Daten nur sporadisch überprüfen. Auf dem heutigen datengesteuerten Markt laufen Unternehmen so Gefahr, sich selbst aus dem Rennen zu nehmen, wenn sie nicht über eine einheitliche Sicht auf die Leistung in Echtzeit verfügen". Jetzt sei es an der Zeit, dass CMOs sich für einen Wandel in der Unternehmenskultur einsetzen und die Möglichkeiten, die Daten bieten, wahrnehmen.

Neue Mitarbeiter:innen versus Weiterbildung

Zwei Drittel der CMOs sagen, dass es schwieriger ist, neue Mitarbeiter:innen mit existierenden Kenntnissen im Data Management einzustellen, als ihr derzeitiges Team weiterzubilden. Sie haben überdies Schwierigkeiten, die übrigen Vorstandsmitglieder auf ihre Seite zu ziehen. Schwerfällige, veraltete Arbeitsabläufe haben zudem Auswirkungen auf die Kultur und die damit verbundenen Datensilos und -verfügbarkeiten.

Für 38 Prozent ist das Fehlen der richtigen Technologie für die konsistente Gewinnung wertvoller Erkenntnisse aus den Daten ein Hindernis, gefolgt von den fehlenden Mitarbeiter:innen mit den richtigen Kenntnissen. Und schließlich meinen 43 Prozent, dass ihr Team mehr Zeit damit verbringt, Daten an einem Ort zu sammeln, als sie tatsächlich zur Entscheidungsfindung zu nutzen, was zeitaufwändig, ineffizient und anfällig für manuelle Fehler sein kann.

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