Stepstone-Befragung: Employer Branding gegen ...
 
Stepstone-Befragung

Employer Branding gegen 'Arbeiter:innenlosigkeit'

Photographee.eu/adobe.stock.com
Nur knapp jedes fünfte heimische Unternehmen nutzt die datengestützte Entscheidungsfindung im Recruiting.
Nur knapp jedes fünfte heimische Unternehmen nutzt die datengestützte Entscheidungsfindung im Recruiting.

Der Umbruch auf dem Talentemarkt wird den Arbeitsmarkt fundamental ändern. Wie Unternehmen die Lage einschätzen, zeigt eine aktuelle Studie der StepStone-Gruppe.

Für das kommende Jahr sieht die Studie einen deutlich erhöhten Rekrutierungsbedarf – und das bei erschwerten Bedingungen: 57 % aller befragten Unternehmen geben an, dass sie 2023 mehr Personal als im laufenden Jahr benötigen werden. 71 % gehen jedoch davon aus, dass sich die Suche nach passenden Fachkräften in den nächsten zwölf Monaten eher schwieriger gestalten wird als zuletzt.

Start-up-Konkurrenz wird hoch eingeschätzt

Dazu kommt die Konkurrenz aus dem Start-up-Feld: 83 % aller österreichischen Unternehmen sind besorgt, dass ihnen Start-ups beim Recruiting junger, talentierter Fachkräfte den Rang ablaufen. "Start-ups punkten bei Nachwuchstalenten mit flachen Hierarchien, flexiblen Arbeitsmodellen und innovationsgetriebenen Herausforderungen", erklärt Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer von StepStone Österreich. "Junge Fachkräfte schätzen das dynamische Umfeld."

Employer Branding hat absolute Priorität

Die Lösung im Wettbewerb um die besten Köpfe sehen Personalverantwortliche in einer starken Arbeitgebermarke: Für 91 % aller befragten Unternehmen in Österreich hat Employer Branding im kommenden Jahr absolute Priorität. Das ist nicht nur einmalig im DACH-Raum, sondern auch im weltweiten Vergleich der höchste Wert (DACH: 79 %; global: 70 %).

"Talentierte und gefragte Arbeitskräfte suchen nicht einfach einen Job, sie suchen einen Job der wirklich zu ihnen und perfekt in ihr Leben passt. Damit sie das beurteilen können, muss man als Arbeitgeber greifbar und spürbar werden", so Dürhammer. Leisten muss die Arbeitgebermarke dabei einiges: Neben der Steigerung der allgemeinen Bekanntheit des Arbeitgebers soll die Employer Brand auch die Mitarbeiter:innenbindung verbessern, Markenbotschafter:innen fördern und das Engagement von Mitarbeiter:innen stärken.

Die besten Arbeitgebermarken sind datenbasiert

Dabei zeigt sich: Die besten Arbeitgebermarken setzen auf datenbasierte Personas, um ihr Employer Branding für bestimmte Regionen, Funktionen und Personen zu personalisieren. Allerdings nutzt nur knapp jedes fünfte heimische Unternehmen eine datengestützte Entscheidungsfindung im Recruiting – und lässt damit wertvolles Potenzial liegen, findet Daniel Hauser, Employer-Branding-Spezialist bei Universum, einem Unternehmen der StepStone-Gruppe.

Für die Studie "Employer Branding Now" hat die Employer Branding Agentur Universum im Frühling 2022 1656 HR- und Personalverantwortliche aus 75 Ländern befragt, darunter 93 aus Österreich.
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