Start-ups: Wettkampf der Sport-Portale
 

Start-ups: Wettkampf der Sport-Portale

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Die beiden österreichischen Jungfirmen Eversport.at und Sportle.me wollen vom Hallenfußballplatz bis zum Tenniscourt Sportangebote in der Nähe der User auffindbar und buchbar machen - und gehen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen an den Start

Noch nie hat sich in der österreichischen Start-up-Szene so viel getan wie 2013, und das merkt man auch in vielen kleinen Nischen - zum Beispiel in jener für Internet-Portale für Sportangebote. Hier rittern seit kurzem zwei neue heimische Internet-Portale um die Gunst der sportiven Nutzerschaft: Eversport.at und Sportle.me. Beide Webseiten funktionieren oberflächlich betrachtet im Prinzip sehr ähnlich: Sportler sollen in ihrer Region (derzeit sind beide Portale auf Wien beschränkt) nach freien Einheiten bei Fußballplätzen, Tennishallen oder Basketball-Courts suchen können und direkt online buchen. Doch so ähnlich die Grundidee, so verschieden die Geschäftsmodelle - und damit auch die Services selbst.

Eversport.at: Die Suchmaschine für Sportangebote


Eversport, gestartet im September 2013, hat dabei derzeit hinsichtlich seinem Angebot die Nase vorne. Die Plattform listet aktuell 1.300 Sportangebote in mehr als 600 Sportstätten für mehr als 80 verschiedene Sportarten an. Wie CEO und Mitgründer Hanno Lippitsch, Ex-Volleyball-Profi in der Nationalmannschaft, dem HORIZONT sagte, sei man derzeit darauf fokussiert, einen vollständigen Katalog aller Sportangebote zuerst in Wien und dann auch österreichweit online zu bringen. Erfasst werden dabei auch öffentliche Sportangebote über das Open-Data-Portal der Stadt Wien. Direkt buchen kann man bei Eversport.at momentan nicht, sondern wird an Website, bzw. Telefonnummer des Anbieters verwiesen. In Folge sollen sich die Anbieter der Sportstätten dann Premium-Funktionen für ihre Profile bei Eversport.at kaufen können - etwa Online-Gutscheine, Kursbuchungen oder auch eine prominente Platzierung des eigenen Angebots in der Suche.
 

Sportle.me: Die Restplatzbörse für Sportangebote

Bei Sportle.me, Ende November gestartet, ist das Angebot noch deutlich kleiner und umfasst derzeit etwa 500 buchbare Sporteinheiten im Raum Wien. Auch die Auswahl der Sportarten ist kleiner und beschränkt sich auf Tennis, Fußball, Squash, Tischtennis, Badminton, Beachvolleyball und Indoor-Golf. Im Unterschied zu Eversport.at sind die Angebote aber bereits direkt auf der Webseite buchbar. Somit ist auch das Geschäftsmodell von Sportle.me ein anderes, wie Florian Resch, ein Sprecher der Firma, HORIZONT erläuterte. Bei jeder Buchung erhält die Webseite eine Provision für die Vermittlung der Kunden. Der Endpreis für das Sportangebot - z.B. eine Stunde Tennis in einer Halle - soll dabei aber nicht höher liegen als bei herkömmlicher Buchung. Vielmehr ist Sportle.me dafür gedacht, dass die Sportanbieter ihre Restplätze online verkaufen können. Außerdem wird die Webseite zusätzlich mit Bannerwerbung z.B. zu Sportartikeln monetarisiert.

Rennen oder Kooperation?


Welche der beiden Sport-Plattformen sich letztendlich durchsetzt bzw. ob es für beide einen Platz am Markt gibt, wird sich weisen. Interessant wäre auch, wenn die beiden Jungfirmen eine Kooperation auf die Beine stellen und den Nischenmarkt mit vereinten Kräften vorantreiben.
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